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  KI ist angekommen, aber jetzt muss sie auch liefern (CCP-News) arrow www.callcenterprofi.de  
 
 
 

Liebe Leserinnen und Leser,
KI ist längst im Kundenservice angekommen. Millionen Anfragen werden inzwischen automatisiert bearbeitet, Voicebots übernehmen immer größere Volumina und Unternehmen investieren massiv in AI Agents sowie neue Serviceplattformen. Dass KI im Kundenserive Potenziale bietet, müssen wir heute nicht mehr diskutieren, sondern eher, ob sie Probleme tatsächlich besser löst.
 

Und genau daran muss sich die Branche jetzt messen lassen. Denn beeindruckende Zahlen gibt es inzwischen genug. Die Telekom lässt Millionen Serviceanrufe automatisiert bearbeiten. Die Bundesagentur für Arbeit setzt bei einem enormen Anrufvolumen auf Voice AI. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass Agentic AI in der Breite längst nicht so weit verbreitet ist, wie der öffentliche Hype vermuten lässt.


Und auch auf Kundenseite ist das Bild keineswegs eindeutig. Einerseits sind viele Verbraucher offen für KI im Service. Andererseits berichten Studien weiterhin von negativen Erfahrungen, von unpassenden Antworten, fehlendem Verständnis und ungelösten Anliegen.


Langsam aber sicher reift die Erkenntnis: Eine hohe Automatisierungsquote ist noch lange kein Beleg für guten Kundenservice. Auch eine kurze Bearbeitungszeit sagt wenig aus, wenn das Anliegen am Ende nicht gelöst wird. Und ein freundlich formulierter AI Agent ist wertlos, wenn er den Kunden nicht versteht oder ihn allein im Prozess hängen lässt.


Wir sollten deshalb aufhören, KI daran zu messen, wie viele Kontakte sie übernehmen kann. Entscheidend ist, was "hinten herauskommt" und das sind im Idealfall eine bessere Erreichbarkeit, schnellere Lösungen, weniger Wiederholungskontakte und (im allerbesten Fall) zufriedenere Kunden. Das bedeutet nicht, dass der Mensch aus dem Spiel ist. Im Gegenteil. Je mehr einfache Kontakte automatisiert werden, desto wichtiger wird die Rolle von Agents bei komplexen, emotionalen oder ungewöhnlichen Anliegen.


2026 könnte deshalb das Jahr werden, in dem sich der Blick auf KI im Kundenservice verändert. Ein Perspektivwechsel von dem was technisch möglich ist, hin zu der ehrlichen Betrachtung, was tatsächlich funktioniert. KI ist wirklich im Kundenservice angekommen, aber jetzt muss sie auch ordentlich liefern.

Mehr dazu - sowie alle anderen Schlagzeilen der vergangenen zwei Wochen - hier in Ihren CallCenterNews. Wir wünschen wir immer interessante Erkenntnisse.
 

Ihr CallCenterProfi-Team

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News national

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lock  NRW-SPD fordert Recht auf menschlichen Kundenservice

Verbraucher sollen im Kundenservice künftig einen gesetzlichen Anspruch auf einen menschlichen Ansprechpartner erhalten. Das fordert die SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen. Ist keine direkte Verbindung möglich, soll spätestens innerhalb von zwei Werktagen ein Rückruf erfolgen.

lock  O2: Telefónica verkauft zwei Contact Center an TP

Telefónica Deutschland, Betreiber der Mobilfunkmarke O2, verkauft seine Contact Center in Rostock und Bremen an den internationalen Dienstleister TP (ehemals Teleperformance). Rund 430 Beschäftigte sind betroffen. Als Gründe nennt der Konzern verändertes Kundenverhalten, zunehmende KI-Automatisierung und eine stärkere Zusammenarbeit mit externen Partnern.

Call & Surf Factory wird CSF und öffnet KI-Plattform für neue Branchen

Der Kundendialog-Dienstleister Call & Surf Factory aus Brandenburg an der Havel stellt sich neu auf. Das von Manfred Kunz (oben im Bild) gegründete Unternehmen firmiert künftig als Calls, Systems und Future (CSF). Mit einer eigenen KI-Plattform will CSF seine Rolle als Technologie- und Prozesspartner ausbauen und neue Branchen erschließen.

 
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News international

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Isher Capital übernimmt Contact Center-Dienstleister Confero

Die britische Investmentgesellschaft Isher Capital setzt ihren Expansionskurs fort und übernimmt den Londoner Contact Center-Dienstleister Confero. Mit der fünften Übernahme im laufenden Akquisitionsprogramm baut das Unternehmen insbesondere seine Kompetenzen im Finanzdienstleistungssektor aus.

BPO-Markt in Bewegung: The Office Gurus kauft philippinischen Dienstleister

Der internationale Contact Center-Dienstleister The Office Gurus (TOG) expandiert auf die Philippinen. Mit der Übernahme von Select VoiceCom sichert sich das Unternehmen zwei Service-Standorte in Cebu City und Davao. Der Kaufpreis liegt bei rund 26,9 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig will TOG die neuen Kapazitäten mit seiner KI-Technologie verbinden.

lock  Wenn das BPO-Geschäftsmodell unter Druck gerät: Der Fall CIDESA

Einer der traditionsreichsten Call Center-Dienstleister Paraguays steckt in einer schweren Finanzkrise. CIDESA hat ein gerichtliches Gläubigerverfahren beantragt, rund 300 Arbeitsplätze sind gefährdet. Medien bringen die Entwicklung mit dem zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz in Verbindung. Doch ist KI tatsächlich für die Krise verantwortlich? Der Fall wirft grundlegende Fragen zur Zukunft klassischer BPO-Geschäftsmodelle auf.

lock  Betrüger kapern Kundenservice-Telefonnummern über Suchmaschinen und KI

Kriminelle platzieren gefälschte Kundendienstnummern gezielt in Suchmaschinen, sozialen Netzwerken und KI-generierten Antworten. Check Point dokumentiert eine aktive Kampagne gegen mehr als 20 Reiseunternehmen. Besonders perfide: Die falschen Nummern tauchen teils auf vertrauenswürdigen Behörden- und Universitätsdomains auf.

 
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Use Cases

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lock  UmweltBank: KI erkennt Anrufgründe mit mehr als 90 Prozent Genauigkeit

Die UmweltBank steuert täglich rund 400 Kundenanrufe mit einer KI-Sprachlösung. Das System erkennt mehr als 40 unterschiedliche Kontaktgründe und leitet Anrufende automatisch an die passenden Teams weiter. Die Erkennungsquote liegt nach Angaben des Anbieters der KI-Sprachlösung bei 90 Prozent oder mehr.

lock  KI löst 70 Prozent der Anrufe und senkt Call Center-Kosten um 40 Prozent

Wie wirtschaftlich ist der Einsatz von KI-Agents im Kundenservice tatsächlich? Der amerikanische Gesundheitsdienstleister Marpai liefert konkrete Zahlen aus dem produktiven Betrieb. Eine gemeinsam mit dem Technologieanbieter Opyn eingesetzte KI-Lösung bearbeitet 70 Prozent der eingehenden Anfragen vollständig automatisiert. Die Call Center-Kosten sind nach Unternehmensangaben um 40 Prozent gesunken.

lock  Banco Sabadell setzt auf KI-Agenten von T-Systems

Die spanische Bankengruppe Banco Sabadell will KI-Agenten künftig konzernweit einsetzen. Dafür arbeitet das Geldhaus mit der Telekom-Tochter T-Systems zusammen. Im Mittelpunkt steht eine offene KI-Plattform, die Geschäftsprozesse automatisieren und den Kundenservice verbessern soll. Bemerkenswert ist dabei der Anspruch, trotz umfassender Automatisierung die technologische Unabhängigkeit zu bewahren.

 
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Technologie

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lock  Microsoft bringt Agentic AI in bestehende Contact Center

Microsoft erweitert sein Angebot für die Contact Center-Branche um eine neue KI-Lösung. Mit Microsoft Contact Center Intelligence (CCI) können Unternehmen KI-Agenten, automatisierte Qualitätssicherung und intelligente Serviceprozesse in ihre bestehende Infrastruktur integrieren. Ein vollständiger Plattformwechsel ist dafür nicht erforderlich. Damit positioniert sich Microsoft auch als Technologiepartner für Kunden konkurrierender Contact Center-Anbieter.

Salesforce übernimmt Voice-AI-Spezialisten Cresta

Salesforce setzt seine Einkaufstour im KI-Markt fort. Der CRM-Anbieter hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Voice-AI-Spezialisten Cresta unterzeichnet. Dessen Technologie verbindet autonome Sprachagenten, Echtzeitunterstützung menschlicher Agents und die Analyse von Kundengesprächen. Damit will Salesforce seine Position im Markt für KI-gestützte Kundenkommunikation weiter ausbauen.

Freshworks übernimmt Robusta und stärkt KI-gestütztes IT-Service-Management

Freshworks baut seine KI-Kompetenzen im IT-Service-Management aus. Mit der Übernahme von Robusta will der Softwareanbieter die automatisierte Erkennung und Behebung technischer Störungen verbessern. Die Technologie soll in die Plattform Freshservice integriert werden.

Salesforce übernimmt Loops und setzt auf KI-gestützte Ursachenanalyse

Salesforce baut seine Kompetenzen im Bereich KI-gestützter Datenanalyse aus. Mit der geplanten Übernahme des Analytics-Spezialisten Loops sollen Unternehmen künftig nicht nur Veränderungen ihrer Kennzahlen erkennen, sondern auch deren Ursachen verstehen und daraus konkrete Maßnahmen ableiten können.

lock  Concentrix überwindet Sprachbarrieren im Contact Center mit KI

Kundenservice in mehr als 60 Sprachen, ohne dass Agents die jeweilige Fremdsprache beherrschen müssen: Concentrix hat eine KI-gestützte Echtzeitübersetzung für Telefongespräche vorgestellt. Die Technologie ermöglicht es Kunden und Servicemitarbeitenden, sich in unterschiedlichen Sprachen zu unterhalten. Das könnte langfristig auch die internationale Standortstrategie von Contact Center-Dienstleistern verändern.

Salesforce übernimmt Braze für 5,66 Milliarden US-Dollar

Salesforce will den Customer-Engagement-Spezialisten Braze für rund 5,66 Milliarden US-Dollar übernehmen. Mit der Akquisition will der CRM-Anbieter seine Möglichkeiten zur personalisierten Kundenkommunikation ausbauen und Marketing, Vertrieb und Kundenservice enger miteinander verbinden.

 
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Studien

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lock  Schweizer Gehaltsstudie zeigt deutliche Unterschiede im Kundenservice

Was verdienen Beschäftigte im Schweizer Kundenservice? Die Gehaltsübersicht 2027 des Personaldienstleisters Robert Half liefert konkrete Zahlen. Während Call Center-Mitarbeiter im Median auf 77.500 Schweizer Franken jährlich kommen, verdienen spezialisierte Servicekräfte deutlich mehr. Auch KI-Kompetenzen gewinnen an Bedeutung.

lock  Studie: Unternehmen vertrauen AI Agents, wollen sie aber kontrollieren

77 Prozent vertrauen ihren KI-Agenten, doch nur sieben Prozent würden ihnen vollständige Autonomie gewähren. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Software-Bewertungsplattform G2. Besonders gefragt sind klare Regeln, nachvollziehbare Entscheidungen und menschliche Kontrollmöglichkeiten. Für den Kundenservice wird damit eine zentrale Frage immer wichtiger: Wie selbstständig dürfen KI-Systeme tatsächlich handeln?

lock  Wenn die Kunden-KI dem Service widerspricht

Immer mehr Verbraucher nutzen eigene KI-Anwendungen, um sich auf Kontakte mit dem Kundenservice vorzubereiten. Doch die Antworten stimmen nicht immer mit den Auskünften der Unternehmen überein. Laut einer aktuellen US-Studie von Capacity haben 44 Prozent der Befragten bereits solche Widersprüche erlebt. Für Contact Center entsteht damit eine neue Herausforderung: Agents müssen zunehmend auch Informationen überprüfen, die Kunden von ihrer eigenen KI erhalten haben.

lock  Studie: KI reduziert Personal, löst aber nur jedes fünfte Kundenanliegen

Künstliche Intelligenz verändert die Personalstrukturen in Contact Centern offenbar schneller, als sie Kundenanliegen vollständig automatisieren kann. Laut einer Studie von ScorebuddyCX berichten 46 Prozent der Befragten von einem KI-bedingten Personalabbau. Gleichzeitig werden durchschnittlich erst 19 Prozent der Kundenanliegen vollständig durch KI gelöst. Auch beim Vertrauen in automatisierte Qualitätsbewertungen zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen Führungskräften und Agents.

lock  Studie: KI-gestützte Leadverteilung kann Vertriebserfolg verschlechtern

Wenn KI wenig erfolgversprechende Kundenkontakte übernimmt, sollten menschliche Agents eigentlich produktiver werden. Eine wissenschaftliche Untersuchung kommt jedoch zu einem überraschenden Ergebnis: Obwohl Mitarbeitende häufiger aussichtsreiche Interessenten erhielten, sank ihre Abschlusswahrscheinlichkeit. Die Studie zeigt, wie KI das Verhalten von Beschäftigten im Outbound-Vertrieb unbeabsichtigt verändern kann.

lock  Studie: Zufriedene Kunden werden zunehmend wechselbereit

Die Kundenzufriedenheit in der deutschen Versicherungsbranche bleibt hoch, gleichzeitig fällt die Kundenbindung auf den niedrigsten Stand seit 2022. Das zeigt die KUBUS-Privatkundenstudie 2026 von MSR Consulting. Besonders deutlich verändert sich die Rolle persönlicher Ansprechpartner.

 
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Azubi-Wettbewerb

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dialogXplosion 2027: Das ist die diesjährige Jury

Fünf Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: Die Jury des Azubi-Wettbewerbs dialogXplosion 2027 steht fest. Vertreter aus Ausbildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Fachjournalismus sowie eine ehemalige Gewinnerin bewerten die kreativen Beiträge des Dialogmarketing-Nachwuchses.

 
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Personalien

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Genesys bündelt Partnergeschäft in Mitteleuropa und Benelux

Genesys hat Daniel Karadza zum Senior Director Partners and Alliances für Mitteleuropa und Benelux ernannt. Der langjährige Genesys-Manager soll in der neu geschaffenen Funktion das Partner- und Allianzen-Geschäft in der Region weiter ausbauen.

 
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Fundstücke

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Slukas kuriose Welt des Kundenservice: Wie mich McDonald’s und Lieferando um den Schlaf brachten

Eine nächtliche Fast-Food-Bestellung, die aus dem Ruder läuft: Statt Burgern und Pommes gibt es immer neue Lieferprognosen, wenig hilfreiche Bot-Antworten und am Ende nur das Geld zurück. Robert Sluka berichtet über seinen hungrigsten Kundenservice-Kontakt in einer neuen Folge seiner Kolumnenreihe "Slukas kuriose Welt des Kundenservice".

 
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