CallCenter Profi

Umsatz im Dienstleistungsbereich erholt sich weiter

 – Alexander Jünger

Die Unternehmen in ausgewählten Dienstleistungsbereichen in Deutschland haben im 2. Quartal 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt nominal (nicht preisbereinigt) 2,8 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im 1. Quartal 2021. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz kalender- und saisonbereinigt um 14,7 Prozent. Der Umsatz erreichte damit wieder das Vorkrisenniveau des 4. Quartals 2019, dem Quartal vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland (+0,1 Prozent). Die ausgewählten Dienstleistungsbereiche umfassen die Bereiche Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, freiberufliche und technische Dienstleistungen und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen.

Die Zahl der Beschäftigten in den ausgewählten Dienstleistungsbereichen nahm im 2. Quartal 2021 im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 0,4 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,6 Prozent zu. Die Beschäftigtenzahl war damit noch 1,4 Prozent geringer als im 4. Quartal 2019.

Bereich Verkehr und Lagerei mit stärkstem Umsatzplus
Den stärksten Umsatzzuwachs gab es im 2. Quartal 2021 im Bereich Verkehr und Lagerei (zum Beispiel Straßen- und Schienenverkehr, Transport in Rohrfernleitungen, Schifffahrt, Luftfahrt, Lagerei sowie sonstige Dienstleistungen für den Verkehr, darunter der Betrieb von Verkehrswegen, Bahnhöfen, Flughäfen sowie Post-, Kurier- und Expressdienste). Hier stiegen die Umsätze kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vorquartal um 4,6 Prozent und im Vergleich zum Vorkrisenniveau des 4. Quartals 2019 um 6,2 Prozent. Die Post-, Kurier- und Expressdienste erwirtschafteten sogar 23,9 % mehr Umsatz als vor der Corona-Krise.

Im Bereich freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (zum Beispiel Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Architektur- und Ingenieurbüros, technische, physikalische und chemische Untersuchung, Unternehmensberatung, Werbung und Marktforschung, Design, Fotografie sowie Dolmetschen) war der Umsatz 4,2 Prozent höher als im Vorquartal und 4,3 Prozent höher als im 4. Quartal 2019.

Der Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, in dem unter anderem auch Call und Contact Center ausgewiesen werden, verzeichnete einen Umsatzanstieg von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit lag der Umsatz in diesem Bereich allerdings noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau (-20,9 Prozent gegenüber dem 4. Quartal 2019).

Reisebranche und Großveranstaltungswesen immer noch sehr deutlich unter Vorkrisenniveau
Reisebüros, Reiseveranstalter und sonstigen Reservierungsdienstleister waren besonders stark von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen. Sie setzten im 2. Quartal 2021 zwar 15,2 Prozent mehr um als im Vorquartal, erzielten aber immer noch nur knapp ein Fünftel des Vorkrisen-Umsatzes (-81 Prozent gegenüber dem 4. Quartal 2019). Die Umsätze der Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter stiegen im Vorquartalsvergleich zwar um 17,3 Prozent, lagen jedoch auch noch immer 71,2 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

Bereich Information und Kommunikation trotz leichtem Rückgang noch über Vorkrisenniveau
Der Bereich Information und Kommunikation (zum Beispiel Verlagswesen, Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Musik, Kinos, Rundfunkveranstalter, Telekommunikation sowie Informationsdienstleistungen) verzeichnete mit -0,6 Prozent einen leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau stiegen die Umsätze jedoch um 1,8 Prozent.

Sie wollen mehr wissen:
Weiteres Zahlenmaterial finden Sie hier in der Presseinformation des Statistischen Bundesamtes ...

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