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Kreditkartenwechsel bei Miles & More sorgt für Unmut unter Vielfliegern

 – Alexander Jünger

Der Wechsel des Kreditkartenanbieters im Bonusprogramm Miles & More hat bei vielen Vielfliegern für Unmut gesorgt. Statt der bisherigen Karte der Deutsche Kreditbank gibt künftig die Deutsche Bank die Kreditkarte aus, das ist aber mit einem erneuten Antragsprozess inklusive Bonitätsprüfung, Einkommensnachweisen und Schufa-Abfrage verbunden. Für zahlreiche Stammkunden bedeutet das einen Aufwand, den sie nicht eingehen wollen.

Besonders kritisch sehen viele Kunden, dass der Wechsel notwendig ist, um bereits gesammelte Meilen dauerhaft zu sichern, da die alten Karten spätestens zum 30. April auslaufen. In sozialen Netzwerken wie LinkedIn äußern sich Vielflieger offen frustriert über den Prozess und kündigen teilweise an, ihre Kartenverträge auslaufen zu lassen.

Zusätzliche Kritik entzündet sich an Schwächen im Kundenservice während der Umstellung. Berichten zufolge konnten Call Center-Mitarbeiter häufig nicht weiterhelfen, während Filialmitarbeiter der Deutschen Bank teils unzureichend informiert waren. Auch die fehlende automatische Kündigung der alten Karten sorgte für Irritationen, da dadurch doppelte Gebühren drohten. Hinzu kam ein zunächst niedrig angesetzter Kreditrahmen von 2.500 Euro, der inzwischen zwar erhöht wurde, aber dennoch für Verärgerung sorgte.

Die Deutsche Bank verweist auf bankrechtliche Vorgaben und branchenübliche Verfahren bei der Kartenbeantragung. Miles & More zeigt sich trotz der Kritik gelassen und spricht von einem "erwartbaren Schwund". Man sei überzeugt, dass der einmalige Aufwand durch Wechselboni und langfristige Vorteile ausgeglichen werde. Wie viele Kunden den Wechsel tatsächlich vollziehen, bleibt jedoch offen. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen nicht.

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