Liebe Leserinnen und Leser,
560.000 automatisierte Serviceanliegen im Monat klingen zunächst einmal beeindruckend. Zumindest so lange, bis man auf die Fälle schaut, in denen die Automatisierung nicht funktioniert.
Genau dort liegt das eigentliche Problem. Eine Recherche des „San Francisco Standard“ zeigt: Anthropic-Kunden berichten von wochenlangen Schwierigkeiten bei Abrechnungen und Rückerstattungen und davon, schlicht keinen Menschen zu erreichen. Das ist ausgerechnet bei einem KI-Unternehmen irgendwie skurril. Denn es zeigt ziemlich deutlich, was passiert, wenn Automatisierung zum Selbstzweck wird.
Natürlich ist es sinnvoll, große Anfragevolumen effizient abzufangen. Aber ein Kundenservice ist nicht dann gut, wenn möglichst viel automatisiert wird. Er ist dann gut, wenn alle (!) Probleme gelöst werden. Und spätestens dann, wenn ein Bot nicht weiterkommt, braucht es einen verlässlichen Weg zu einem Menschen.
Wer 560.000 Kontakte automatisiert, aber die schwierigen Fälle im System hängen lässt, hat kein Skalierungsproblem gelöst. Er hat es nur verschoben. Mehr dazu - sowie alle anderen Schlagzeilen der vergangenen zwei Wochen - finden Sie wie immer in Ihren CallCenterNews. Interessante Erkenntnisse wünscht,
Ihr CallCenterProfi-Team _________________________________________________________ Wenn der Newsletter nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier: https://www.callcenterprofi.de/index.php?id=685 |