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Nach Call Center-Aus in Rostock: ver.di kritisiert IKEA-Sozialplan als Sparlösung

 – Alexander Jünger

Für die 279 Beschäftigten des IKEA-Kundenservice-Standorts in Rostock steht fest, unter welchen Bedingungen die Schließung des Service Centers zum 30. September 2026 abgewickelt wird. Nach Verhandlungen zwischen Unternehmen, Betriebsrat und Gewerkschaft wurde ein Sozialplan vereinbart. Zufrieden ist die Gewerkschaft ver.di mit dem Ergebnis allerdings nur bedingt.

Wie ver.di mitteilte, enthält die Vereinbarung unter anderem Abfindungsregelungen, Qualifizierungsmaßnahmen sowie Unterstützungsangebote für den beruflichen Neustart der betroffenen Mitarbeiter. Die Gewerkschaft würdigte insbesondere das Engagement des Betriebsrats während der Verhandlungen. Gleichzeitig fiel die Bewertung des Ergebnisses ungewöhnlich deutlich aus.

„Mehr BILLY statt PAX“ lautet das Fazit von ver.di. Mit dem Verweis auf zwei bekannte IKEA-Produkte beschreibt die Gewerkschaft den Sozialplan als eher einfache Standardlösung denn als individuell zugeschnittenes Paket für die Beschäftigten. Zwar seien Verbesserungen gegenüber den ursprünglichen Vorstellungen des Unternehmens erreicht worden, insgesamt bleibe die Vereinbarung jedoch hinter den Erwartungen zurück, die man an einen internationalen Konzern dieser Größenordnung habe.

Die Schließung des Standorts war bereits im Sommer bekannt geworden (CallCenterProfi berichtete). IKEA begründete die Entscheidung mit langfristigen strukturellen Veränderungen, einem auslaufenden Mietvertrag sowie dem Modernisierungsbedarf des Gebäudes. Das Service Center in Rostock war seit 2006 in Betrieb und bearbeitete Kundenanfragen für den Möbelhändler.

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