Ikea schließt Call Center in Rostock

Das Service Center in Rostock besteht seit 2006 und betreut Kundinnen und Kunden bundesweit. Nach Unternehmensangaben soll der Standort zum 30. September 2026 geschlossen werden. 279 Beschäftigte sind von der Entscheidung betroffen. Zuvor hatte das Unternehmen die Belegschaft über die Pläne informiert. Geschäftsführung und Betriebsrat haben Verhandlungen über einen Sozialplan aufgenommen.
Ikea erklärte, die Schließung sei Teil einer organisatorischen Neuausrichtung im Kundenservice. Ziel sei es, Strukturen anzupassen und Prozesse effizienter zu gestalten. Angaben dazu, welche Standorte oder Einheiten die Aufgaben aus Rostock künftig übernehmen sollen, machte das Unternehmen zunächst nicht.
Die Gewerkschaft Verdi reagierte mit deutlicher Kritik. Sie bezeichnete die Maßnahme als sozial nicht vertretbar und bemängelte die Kommunikation gegenüber der Belegschaft. Nach Darstellung der Arbeitnehmervertretung sei die Information über die Schließungspläne kurzfristig erfolgt. Verdi fordert einen umfassenden Sozialplan sowie Perspektiven für die Beschäftigten.
Mit der geplanten Schließung endet nach 20 Jahren ein zentraler Kundenservice-Standort des Unternehmens in Mecklenburg-Vorpommern. Die weiteren Gespräche zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden.
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