Telefónica will Kundenservice-Standorte in Rostock und Bremen abgeben

Telefónica Deutschland will sich offenbar von zwei Gesellschaften seiner Kundenservice-Organisation trennen. Betroffen sind die TGCS Rostock GmbH und die TGCS Bremen GmbH. Nach Informationen des Fachportals teltarif.de ist ein Verkauf beider Gesellschaften die bevorzugte Option. Dieser soll demnach spätestens bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein.
Sollte kein geeigneter Käufer gefunden werden oder kein akzeptables Angebot vorliegen, sehen die internen Planungen nach dem Bericht alternativ eine Schließung der Standorte vor. Auch die "Ostsee-Zeitung" berichtet über die Pläne für den Rostocker Standort am Stadthafen.
Hintergrund ist dem Bericht zufolge eine umfassendere Neuorganisation der Service-Strukturen. Das gesamte Arbeitsvolumen der beiden Gesellschaften einschließlich der damit verbundenen Tätigkeiten und Kompetenzen soll innerhalb der kommenden drei Jahre vollständig ins Nearshore-Ausland verlagert werden. Betroffen seien nahezu ausschließlich Aufgaben aus dem Kundenservice. Welche Länder künftig die Leistungen übernehmen sollen, ist bislang nicht bekannt.
TGCS steht für Telefónica Germany Customer Services. Unter diesem Namen betreibt Telefónica Deutschland eigene Gesellschaften für Kunden- und Servicecenter. Auch an anderen Standorten hat der Telekommunikationsanbieter in der Vergangenheit bereits Service-Gesellschaften an externe Dienstleister übergeben beziehungsweise verkauft.
Zukunft der Beschäftigten noch offen
Welche Folgen die Pläne für die Beschäftigten in Bremen und Rostock haben, ist derzeit offen. Konkrete Angaben zur Zahl der betroffenen Mitarbeiter oder zu möglichen Beschäftigungsgarantien bei einem Verkauf liegen bislang nicht vor.
Telefónica bestätigte gegenüber teltarif.de grundsätzlich Veränderungen in der Serviceorganisation. Die entsprechenden Planungen und Gespräche liefen noch. Sobald belastbare Ergebnisse beziehungsweise konkrete Entscheidungen vorlägen, wolle das Unternehmen die Beschäftigten informieren. Zu einem möglichen Verkauf oder einer Schließung der beiden Gesellschaften äußerte sich Telefónica darüber hinaus nicht konkret.
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