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Belgien: Strukturanpassung bei WEngage sorgt für Kritik

 – Alexander Jünger

WEngage will seine belgische Organisation deutlich umbauen. Nach Angaben der Gewerkschaften CNE und SETCa-FGTB Lüttich sollen rund vierhundert Arbeitsplätze betroffen sein. Ein Teil der Aufgaben soll künftig von Zeitarbeitskräften übernommen werden. Die Arbeitnehmervertretungen sehen darin ein Zeichen für zunehmende Unsicherheit im Call Center-Sektor. Patrick Masson vom SETCa Lüttich spricht von einer Prekarisierung des Arbeitsmarktes, da langjährig Beschäftigte durch kurzfristig verfügbare Kräfte ersetzt würden.

Das Unternehmen betreibt mehrere Standorte in Belgien, darunter Lüttich, Hasselt und Ostende. Wie die Kürzungen verteilt werden, ist laut CNE-Vertreterin Christine Close noch offen. Am Freitag starten Gespräche zwischen Gewerkschaften und Unternehmensführung. Die CNE verweist zudem darauf, dass vor allem frankophone Mitarbeitende betroffen sein könnten. Nach Darstellung der Gewerkschaften bevorzugt WEngage künftig stärker niederländischsprachige oder zweisprachige Beschäftigte, da das Unternehmen im Ausland bereits viele französischsprachige Arbeitskräfte habe.

In einer eigenen Mitteilung nennt WEngage konkrete Zahlen: Einhundertfünfundzwanzig Stellen sollen dauerhaft entfallen, weitere zweihundertfünfundsiebzig Positionen werden überwiegend durch temporäre Verträge ersetzt. Der Konzern beschäftigt derzeit etwa eintausendzweihundert fest angestellte Mitarbeitende in Belgien sowie rund einhundertneunzig Zeitarbeitskräfte.

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