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Brüssel verstärkt Notrufzentrale 112

 – Alexander Jünger

Die Brüsseler Regionalregierung und die Gewerkschaften der Feuerwehr haben sich auf Maßnahmen gegen den Personalmangel bei den Rettungsdiensten verständigt. Bestandteil der Vereinbarung ist auch eine personelle Verstärkung der Notrufzentrale 112. Der seit dem 21. Juli laufende Streik wurde nach der Einigung zunächst ausgesetzt. Die endgültige Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder steht noch aus.

Wie angespannt die Situation war, zeigte sich am Samstagvormittag. Nach Angaben der Feuerwehr erschienen nur 17 Prozent der für den Bereitschaftsdienst vorgesehenen Beschäftigten zur Arbeit. Für Feuerwehreinsätze standen damit rund 20 Prozent der üblichen operativen Kapazität zur Verfügung. Die dringende medizinische Hilfe erreichte mithilfe externer Verstärkung etwa 60 Prozent. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, die 112 ausschließlich in tatsächlichen Notfällen anzurufen.

Auch die Notrufzentrale arbeitete während des Streiks nur mit ungefähr der Hälfte ihrer regulären Belegschaft. Die Feuerwehrgewerkschaften hatten allein für die Annahme der Notrufe zehn zusätzliche Mitarbeiter verlangt. Außerdem forderten sie eine neue Rekrutierungsrunde spätestens im Oktober.

Bereits zuvor hatte die Regionalregierung einen Plan mit 132 Neueinstellungen bis Ende 2027 sowie ein Finanzpaket von zehn Millionen Euro vorgeschlagen. Die nun erzielte Vereinbarung sieht neben der Verstärkung der Notrufzentrale auch zusätzliche Einstellungen und den Erhalt der bestehenden Gehalts- und Beschäftigungsbedingungen für das operative Personal vor.

Nach fünf Streiktagen haben sich die Brüsseler Regionalregierung und die Feuerwehrgewerkschaften auf Maßnahmen gegen den Personalmangel verständigt. Auch die nur eingeschränkt besetzte Notrufzentrale 112 soll verstärkt werden. Der Arbeitskampf wurde zunächst ausgesetzt. Die Basis muss noch zustimmen.

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