Teleperformance senkt Prognose wegen schwachem US-Geschäft

Der französische Call Center-Betreiber Teleperformance (TP) hat seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert. Grund ist laut einer Information von "Reuters" ein „äußerst volatiles Geschäftsumfeld“ in den Vereinigten Staaten, das insbesondere das Geschäft mit Sprachdienstleistungen und Recruiting-Outsourcing belastet.
Für 2025 erwartet TP nun ein Umsatzwachstum zwischen ein und zwei Prozent, nach zuvor zwei bis vier Prozent. Die operative Marge soll zwischen 14,7 und 15 Prozent liegen - ebenfalls unter der bisherigen Zielspanne. Betroffen ist vor allem das Tochterunternehmen LanguageLine Solutions, das Dolmetschdienste für Behörden anbietet und infolge des US-Regierungsstillstands eine gesunkene Nachfrage sowie verspätete Zahlungen verzeichnet.
„Unsere Kunden agieren vorsichtig, und wir müssen es ebenfalls tun“, erklärte Finanzchef Olivier Rigaudy. Auch Vize-CEO Thomas Mackenbrock verwies auf die Auswirkungen des Regierungsstillstands und eine mögliche Belastung des Verbrauchervertrauens.
Teleperformance steht zudem unter Druck durch den zunehmenden Einsatz von KI-Systemen, die klassische Agententätigkeiten automatisieren. Analysten bezweifeln, dass das Unternehmen in diesem Umfeld weiteres Wachstum erzielen kann. TP war im September aus dem französischen Leitindex CAC40 ausgeschieden.
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Die Reuters-Information (in englischer Sprache) finden Sie hier ...
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