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Trump-Regierung will Call Center für Abschiebungsinitiative aufbauen

 – Alexander Jünger

Wie die Nachrichtenagentur "Reuters" vermeldet, plant die US-Behörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) den Aufbau eines Call Centers, das eine zentrale Rolle in einer neuen Abschiebungsinitiative der Trump-Regierung übernehmen soll. Laut einem Ausschreibungsdokument soll die Einrichtung rund um die Uhr erreichbar sein und täglich bis zu 7.000 Anrufe im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Einwanderungsgesetzen bearbeiten.

Kernaufgabe des Zentrums ist es, Informationen von lokalen und staatlichen Polizeibehörden an Bundesstellen weiterzuleiten, darunter auch Angaben zum Aufenthaltsort unbegleiteter minderjähriger Migranten. Diese Maßnahme ist Teil einer im Februar gestarteten Kampagne, die auf die gezielte Ermittlung und mögliche Abschiebung von Kindern abzielt, die ohne Eltern oder Erziehungsberechtigte die US-Grenze überquert haben.

Parallel hat die Regierung die Zusammenarbeit im Rahmen des sogenannten 287(g)-Programms ausgeweitet, über das lokale Behörden ICE bei der Durchsetzung von Einwanderungsgesetzen unterstützen. Nach Behördenangaben ist die Zahl der beteiligten Stellen von 135 auf über 1.100 gestiegen. Kritiker warnen, dass solche Kooperationen das Vertrauen in Einwanderergemeinschaften schwächen könnten.

Das Call Center soll in Nashville entstehen - dem Sitz des privaten Gefängnisbetreibers CoreCivic, der eng mit ICE zusammenarbeitet. Offizielle Stellungnahmen der beteiligten Behörden stehen bislang aus.

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Die Reuters-Information (in englischer Sprache) finden Sie hier ...

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