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Mexiko startet App zur Unterstützung von Migranten in Notlagen

 – Alexander Jünger

Mexiko testet eine neue Smartphone-App, die Migranten in kritischen Situationen helfen soll. Mit einem integrierten „Panik-Knopf“ können Nutzer ihre Familien und das nächstgelegene mexikanische Konsulat sofort alarmieren. Die App wurde speziell für Personen entwickelt, die befürchten, von US-Behörden festgenommen zu werden. Laut Außenminister Juan Ramón de la Fuente zeigte ein erster Testlauf vielversprechende Ergebnisse. Die offizielle Einführung ist für Januar geplant.

Die App ist Teil von Mexikos Reaktion auf die angekündigten strengen Einwanderungsmaßnahmen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Dieser plant, nach seiner erneuten Amtseinführung im Januar dieses Jahres, Massenausweisungen und verschärfte Grenzkontrollen einzuführen. Dazu gehört auch die Wiedereinführung von Haftzentren für Familien, die unter der Biden-Administration eingestellt wurden.

Zusätzlich hat Mexiko sein Netz von Konsulaten in den USA verstärkt, um die erwartete Zunahme an Deportationen zu bewältigen. Neben mehr Personal und rechtlicher Unterstützung wurde ein rund um die Uhr erreichbares Call Center eingerichtet. Derzeit leben etwa 11,5 Millionen mexikanische Staatsbürger mit legalem Aufenthaltsstatus in den USA, weitere 4,8 Millionen sind ohne gültige Dokumente dort ansässig.

Die App soll den Migranten in dieser schwierigen Lage schnelle Unterstützung bieten und die Kommunikation mit Konsulaten erleichtern, um ihre Rechte besser zu schützen.

Sie wollen mehr wissen?
Als eines der ersten Medien berichtete „Newsweek“ über die Entwicklung der App. Über den Ausbau der mexikanischen Konsulate hatte CNN berichtet.

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