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Großbritannien sagt Spoofing den Kampf an

 – Alexander Jünger

Die britische Regierung und die größten Mobilfunkanbieter des Landes haben am 5. November 2025 einen historischen Pakt gegen Betrugsanrufe geschlossen. Ziel ist es, innerhalb eines Jahres die so genannte Spoofing-Technik zu beseitigen, mit der Kriminelle gefälschte Rufnummern von Banken oder Behörden vortäuschen.

Der Handlungsdruck ist enorm: Betrug macht inzwischen die Hälfte aller Straftaten im Vereinigten Königreich aus, jeder vierte Erwachsene wird mehrfach pro Woche mit Betrugsversuchen konfrontiert. Unterzeichnet wurde die neue Telekommunikationscharta im BT Tower in London - beteiligt sind BT EE, Virgin Media O2, Vodafone, Three, Tesco Mobile, Talk Talk und Sky.

Kern der Initiative ist eine Technologie, die verhindern soll, dass ausländische Call Center britische Telefonnummern imitieren. Verbraucher sollen künftig sofort erkennen, wenn ein Anruf aus dem Ausland stammt. Zugleich wird der Datenaustausch zwischen Netzbetreibern und Polizei ausgebaut, um Betrugsnetzwerke bis zur Quelle zurückzuverfolgen.

„Mit der massiven Aufrüstung unseres Mobilfunknetzes werden wir den Kriminellen ihre wichtigste Waffe entreißen“, erklärte Betrugsbekämpfungsminister Lord Hanson. KI-basierte Systeme sollen verdächtige Anrufe und SMS künftig automatisch blockieren, bevor sie das Smartphone erreichen.

Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Virgin Media O2 blockierte bereits über eine Milliarde Betrugs-SMS, Vodafone und Three stoppen täglich Millionen betrügerischer Nachrichten. Dennoch bleibt die Herausforderung groß, denn die Täter passen ihre Methoden ständig an.

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