CallCenter Profi

Zuhören statt urteilen: 60 Jahre Telefonseelsorge Wuppertal

 – Alexander Jünger

Seit 60 Jahren ist die Telefonseelsorge Wuppertal eine feste Anlaufstelle für Menschen in Krisen. Was 1964 mit rund 2.000 Gesprächen begann, sind heute über 12.000 Anrufe im Jahr. Die Themen sind vielfältig: Einsamkeit, Überforderung, Verlust oder Angst. Der Bedarf wächst, sagt Leiterin Jula Heckel-Korsten: „Wir leben in einer Zeit, in der soziale Kontakte fehlen und Therapieplätze rar sind. Viele wünschen sich einfach, gehört zu werden.“

Um die steigende Zahl an Hilfesuchenden zu bewältigen, wurde eine zweite Leitung eingerichtet und das Angebot um Mail- und Chatseelsorge erweitert. Gleichzeitig sucht die Einrichtung neue Ehrenamtliche, die zuvor eine einjährige Ausbildung mit 120 Stunden Theorie und Praxis absolvieren. Das Besondere: Trainiert wird an einer Call Center-Übungsanlage, in der Rollenspiele und Gesprächssimulationen den Ernstfall realistisch abbilden.

Heckel-Korsten betont, dass es bei der Telefonseelsorge nicht um Beratung geht, sondern um echtes Zuhören, ohne zu bewerten oder Ratschläge zu erteilen. „Viele Anrufer erleben genug Druck im Alltag. Wir wollen ein Gegenpol sein.“ Die Ehrenamtlichen leisten im Schnitt 15 Stunden Dienst im Monat und erleben ihre Arbeit als bereichernd: Sie lernen, gelassener zuzuhören, Konflikte zu entschärfen und dass jedes Gespräch Wirkung hat.

Sie wollen mehr wissen?
Mehr über die Arbeit und Ausbildung der Telefonseelsorge Wuppertal lesen Sie hier in einer ausführlicheren Reportage bei den Kollegen der "Wuppertaler Rundschau" …

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