Woolworths prüft, 130 Customer-Care-Jobs nach Australien verlagern

Der Einzelhandelskonzern Woolworths erwägt, seine Customer-Care-Aktivitäten in Neuseeland mit den Support-Strukturen der Woolworths Group im australischen Sydney zusammenzuführen. Nach Angaben der Gewerkschaft Workers First sind rund 130 Mitarbeiter von dem Vorschlag betroffen. Die Beschäftigten können bis zum 15. September Stellung nehmen.
Woolworths bestätigte gegenüber dem neuseeländischen Sender 1News, dass derzeit geprüft werde, die Customer-Care-Aktivitäten in die bestehende Support-Organisation der Gruppe in Sydney zu integrieren. Dabei wolle das Unternehmen Skaleneffekte, gemeinsame Systeme und vorhandene Expertise nutzen. Eine Entscheidung sei bislang ausdrücklich noch nicht getroffen worden.
Die geplante Verlagerung steht im Zusammenhang mit dem laufenden Umbau des Neuseeland-Geschäfts. Woolworths hatte zuletzt mehrfach betont, Kosten senken, Prozesse vereinfachen und stärker auf die Ressourcen der gesamten Unternehmensgruppe zurückgreifen zu wollen. Im Geschäftsjahr 2026 steigerte Woolworths New Zealand seinen Umsatz um 2,5 Prozent und das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 8,8 Prozent.
Nach Angaben von Workers First erwartet Woolworths durch die vorgeschlagene Verlagerung Einsparungen von rund 4,1 Millionen neuseeländischen Dollar bis zum Geschäftsjahr 2029. Die Gewerkschaft kritisiert die Pläne insbesondere deshalb, weil viele der betroffenen Mitarbeiter remote und außerhalb größerer Ballungsräume arbeiten.
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