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Mobile Messaging: Strengere Regeln in Großbritannien

 – Alexander Jünger

Die britische Kommunikationsregulierungsbehörde Ofcom (Office of Communicationshat am 15. Juli 2026 neue Regeln gegen Betrug über Mobilfunknachrichten finalisiert. Mobilfunkanbieter müssen künftig Rufnummern blockieren, die nachweislich für Betrugsnachrichten verwendet werden. Zudem sollen sie Nachrichten bereits während der Übertragung erkennen und stoppen, wenn diese bekannte betrügerische Telefonnummern oder schädliche Links enthalten. Im Geschäftsnachrichtenverkehr müssen auch missbräuchlich verwendete Absenderkennungen gesperrt werden.

Der Schritt folgt auf eine hohe Betrugsbelastung: Im Zwölfmonatszeitraum bis September 2025 entfielen nach dem Crime Survey for England and Wales 45 Prozent aller geschätzten Straftaten auf Betrug. Nach Angaben von UK Finance wurden 2025 außerdem 1,28 Milliarden Pfund durch Zahlungsbetrug gestohlen. Eine Ofcom-Befragung vom Februar 2026 ergab, dass 40 Prozent der britischen Mobilfunknutzer innerhalb der vorherigen drei Monate mindestens eine verdächtige SMS, RCS- oder iMessage-Nachricht erhalten hatten.

Zu den neuen Vorgaben gehören Versandobergrenzen für Prepaid-SIM-Karten, verschärfte Identitäts- und Plausibilitätsprüfungen für geschäftliche Absender sowie die Überprüfung alphanumerischer Absenderkennungen. Die Regeln treten gestaffelt im Januar und Juli 2027 in Kraft.

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