Ukrainische Post integriert ihr Call Center in landesweiten Apothekenservice

Die ukrainische Post Ukrposhta erweitert ihr Leistungsspektrum und steigt in die Arzneimittelversorgung ein. Mit dem Projekt „Ukrposhta. Apotheke“ soll ab 2026 ein landesweiter Lieferservice für Medikamente aufgebaut werden, der nach Unternehmensangaben bis Ende März rund 26.000 Ortschaften erreicht.
Zentrales Element des Konzepts ist ein Omnichannel-Ansatz: Kundinnen und Kunden können Medikamente über die Website, ein Call Center oder direkt in Postfilialen bestellen. Damit wird der Kundenservice zu einer entscheidenden Schnittstelle innerhalb eines systemrelevanten Angebots. Insbesondere für strukturschwache und ländliche Regionen soll der Service den Zugang zu Arzneimitteln deutlich verbessern.
Für Service Center ist dieses Modell bemerkenswert, weil es die Rolle des Call Centers über klassische Supportfunktionen hinaus erweitert. Die Hotline wird zum Zugangskanal für eine grundlegende Versorgungsleistung. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Erreichbarkeit, Skalierbarkeit und die Qualifikation der Mitarbeitenden, etwa im Umgang mit sensiblen Gesundheitsinformationen.
Parallel zur Einführung des Apothekenservices plant Ukrposhta, auf Gebühren für die Rücksendung unzustellbarer Auslandspakete zu verzichten. Dadurch könnten staatliche Ausgaben deutlich reduziert werden. Das Unternehmen sieht darin einen strategischen Schritt zur Weiterentwicklung seiner Logistik- und Serviceinfrastruktur.
Der neue Dienst zeigt exemplarisch, wie bestehende Netzwerke und Kundenkontaktpunkte genutzt werden können, um zusätzliche Services zu integrieren. Für die Branche liefert das Modell einen konkreten Hinweis darauf, wie sich Service Center künftig stärker als Teil umfassender Versorgungs- und Plattformstrukturen positionieren können.
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