Cybervorfall abgeschlossen: Capita einigt sich mit ICO auf Strafzahlung

Capita hat im Zusammenhang mit dem Cyberangriff vom März 2023 eine Einigung mit der britischen Datenschutzbehörde (Information Commissioner’s Office, ICO) erzielt und einer Strafzahlung von 14 Millionen Pfund zugestimmt. Ursprünglich hatte die ICO eine Strafe von 45 Millionen Pfund gefordert, diese aber in Anerkennung der umfassenden Kooperation des Unternehmens während der Untersuchung deutlich reduziert.
Nach dem Angriff leitete Capita eine detaillierte forensische Untersuchung ein und informierte alle potenziell betroffenen Personen. Unter der Führung des neuen CEO Adolfo Hernandez hat das Unternehmen seine Sicherheitsarchitektur neu aufgestellt, in Technologie und Prozesse investiert und die interne Governance für Datenschutz und IT-Risikomanagement gestärkt.
Infolge der Einigung hat Capita seine Finanzprognose für 2025 angepasst. Der freie Cashflow vor Veräußerung von Geschäftsbereichen wird nun zwischen 59 und 79 Millionen Pfund erwartet - bisher lag die Prognose zwischen 45 und 65 Millionen Pfund. Trotz der Anpassung hält Capita an seinem Ziel fest, bis Ende 2025 wieder einen positiven Cashflow zu erzielen.
Analysten von RBC Capital Markets bewerten die Einigung positiv: Sie ermögliche einen klaren Abschluss des Vorfalls und schaffe Planungssicherheit für die kommenden Monate. Der Konzern erwartet zudem eine operative Erholung, insbesondere im Contact Center-Geschäft, und rechnet in der zweiten Jahreshälfte 2025 mit organischem Umsatzwachstum im Bereich Public Service.
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