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Capita verkauft Contact Center-Geschäft für Privatkunden

 – Alexander Jünger

Der britische Outsourcing-Dienstleister Capita treibt seinen strategischen Umbau weiter voran und hat den Verkauf seines Contact Center-Geschäfts für den Privatsektor vereinbart. Käufer ist die Investmentgesellschaft Inspirit Capital. Mit dem Schritt will sich das Unternehmen künftig stärker auf seine Aktivitäten im öffentlichen Sektor sowie auf Dienstleistungen rund um die Rentenverwaltung konzentrieren.

Die Transaktion ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung, mit der Capita seine Profitabilität steigern und die Organisation effizienter aufstellen will. In diesem Zusammenhang rechnet das Unternehmen damit, seine bereinigte operative Marge bis zum Jahr 2027 um rund zwei Prozentpunkte zu verbessern. Gleichzeitig sind Einsparungen in Höhe von etwa 40 Millionen Pfund für die Jahre 2026 und 2027 geplant. Darüber hinaus wurde eine mögliche zusätzliche Kaufpreiszahlung vereinbart. Diese ist an bestimmte Bedingungen geknüpft und könnte sich in den Jahren 2027 und 2028 auf bis zu 61,5 Millionen Pfund belaufen.

Die Börse reagierte positiv auf die Ankündigung: Die Aktie des Unternehmens legte im Anschluss an die Bekanntgabe deutlich zu. Beobachter werten dies als Zeichen dafür, dass Investoren die strategische Fokussierung und die angekündigten Effizienzmaßnahmen unterstützen.

Für den Markt der Contact Center-Dienstleistungen zeigt der Schritt einmal mehr, dass Anbieter ihre Geschäftsmodelle zunehmend schärfen. Während Capita sich aus dem Privatkundensegment zurückzieht, dürfte der Wettbewerb um spezialisierte Services und margenstärkere Bereiche weiter zunehmen.

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