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Branchenwandel trifft auf Regierungspläne: CCV sieht Licht und Schatten

 – Alexander Jünger

Der Customer Service & Call Center Verband Deutschland e. V. (CCV) hat zeitnah auf den am 9. April 2025 vorgestellten Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD reagiert: mit gemischten Gefühlen. Unter anderem die geplante Einführung einer allgemeinen Bestätigungslösung für telefonische Dauerschuldverhältnisse stößt beim Verband auf Ablehnung. CCV-Präsident Dirk Egelseer warnt vor negativen Auswirkungen auf die Branche mit über 560.000 Beschäftigten.

Positiv bewertet der CCV hingegen die geplante Schaffung eines Digitalministeriums und die Flexibilisierung der Arbeitszeit von einer täglichen zu einer wöchentlichen Betrachtung. Diese Maßnahmen könnten die Wettbewerbsfähigkeit der Branche stärken. Kritisch sieht der Verband die für 2026 geplante Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro. CCV-Verbandsjustiziar Constantin Jacob betont, dass eine politisch motivierte Lohnfestsetzung die Tarifautonomie untergrabe und negative Folgen für den Arbeitsmarkt haben könnte. Die Koalition plant zudem die Einführung eines Bundestariftreuegesetzes und will den Mindestlohn künftig an der Tarifentwicklung und 60% des Bruttomedianlohns orientieren. Der CCV fordert, dass diese Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit der Branche nicht gefährden dürfen. Die angekündigte Senkung der Körperschaftssteuer zum 1. Januar 2028 begrüßt der Verband als Schritt zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Sie wollen mehr wissen?
Die komplette Kommentierung des CCV zum Koalitionsvertrag lesen Sie hier auf der Webseite des Verbands ...

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