Studie: Fax fällt durch, E-Mail bleibt Standard

Trotz Digitalisierungsinitiativen und E-Government-Gesetzen gehört das Fax in vielen Behörden und Unternehmen noch immer zum Standardrepertoire. Doch wie zuverlässig ist dieser Kommunikationsweg im Jahr 2025 tatsächlich? Der Büro- und Telefondienstleister ebuero hat dies in einem Praxistest überprüft und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.
Im Rahmen der Untersuchung wurden identische Anfragen per Fax und E-Mail an Behörden, Krankenhäuser, Versicherer und IT-Unternehmen verschickt. Zwar bieten siebzig Prozent der getesteten Einrichtungen das Fax weiterhin als Kommunikationsweg an, doch nur 28,6 Prozent reagierten innerhalb von zwei Wochen auf eine entsprechende Anfrage. Zum Vergleich: Auf E-Mails antworteten 83,3 Prozent und das im Durchschnitt innerhalb eines Tages.
Am schnellsten reagierten die Verwaltungen der Landeshauptstädte: Sie erreichten bei E-Mails eine Antwortrate von einhundert Prozent und antworteten im Schnitt nach weniger als einem Tag. Beim Fax kamen die Städte dagegen nur auf 37,5 Prozent Rückmeldungen - mit deutlich längeren Antwortzeiten. Besonders träge zeigte sich die Stadt Kiel, die erst nach zwölf Tagen reagierte.
Krankenhäuser schnitten im Vergleich positiv ab: Sie antworteten zwar seltener per Fax, dafür aber besonders schnell und oft noch am selben Tag. Versicherer und Finanzunternehmen konzentrieren sich derweil klar auf digitale Kanäle. Neunzig Prozent von ihnen reagierten auf E-Mail-Anfragen, während das Fax mit einer Rücklaufquote von nur zwanzig Prozent kaum noch eine Rolle spielt.
Die IT-Branche schließlich hat das Fax vollständig hinter sich gelassen. Kein einziges der getesteten Unternehmen antwortete auf eine Anfrage per Fax.
„Wer Kommunikationskanäle anbietet, die faktisch nicht mehr betreut werden, handelt nicht im Sinne einer nutzerzentrierten Kundenkommunikation“, sagt Laura Keddi, VP Marketing & Customer Success bei ebuero. „Digitale Kanäle ermöglichen heute schnelle, nachvollziehbare und sichere Kommunikation - das Fax gehört eindeutig nicht mehr dazu.“
Sie wollen mehr wissen?
Alle Ergebnisse der Untersuchung finden sich hier auf dem Blog von ebuero ...
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