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Wettbewerbsvorteil: Sichere Kundendaten

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Online-Shopping ist in Deutschland weiterhin auf dem Vormarsch. Laut einer Statista-Umfrage hat sich die Zahl der Deutschen, die im Internet bestellen, von 2010 auf 2014 auf knapp 40 Millionen verdoppelt. Dennoch ist E-Commerce längst kein Selbstläufer mehr. Sicherheitsbedenken werfen ihre Schatten und machen Datenschutz und Datensicherheit zum entscheidenden Faktor im Wettbewerb um die Kunden.

Der technologische Fortschritt bietet dem Online-Handel heutzutage immer neue und sehr viel bessere Möglichkeiten die Attraktivität des Angebots zu erhöhen, das im Gegenzug für den Kunden bequem von überall und zu jeder Zeit verfügbar ist. In den Chancen und Potenzialen von Big Data sieht der deutsche Online-Handel eine Quelle für unendliches Wachstum. Aber der Erfolg birgt auch Risiken. Es wächst das Interesse Dritter an den Daten des Handels: angefangen bei Kleinkriminellen über organisierte Kriminalität bis hin zu staatlichen Institutionen. Sie alle wollen Informationen über User und Kunden abgreifen und diese für ihre Zwecke missbrauchen. Fakt ist: Datenklau ist im Netz allgegenwärtig.

Risiko: Warenkorb und Kundenkonto
Eine vom Spezialversicherer Hiscox beauftragte aktuelle Forsa-Studie belegt, dass sich Online-Shops und deren Kunden dieser Gefahr durchaus bewusst sind. Von den gut 1.000 befragten Shop-Usern, die mindestens fünfmal im Jahr online einkaufen, fürchten 38 Prozent um ihre beim Einkauf hinterlegten Zahlungsinformationen. Sie haben Angst, diese könnten in falsche Hände geraten, was bei 5 Prozent der Online-Shopper auch bereits der Fall war. Bezüglich ihrer Kontaktdaten gehen sogar ganze 62 Prozent davon aus, dass Missbrauch stattfinden könnte. Und obwohl 69 Prozent der Online-Händler die Befürchtungen Ihrer Kunden teilen, veranlassen die wenigsten weitere Maßnahmen zum Schutz Ihrer Kunden und Systeme – ein Kostenfaktor, der schwer zu beziffern ist, bezieht man Haftungssummen, Imageschäden und Bußgelder in die Risikokalkulation mit ein. Welche Schlüsse ein Versicherer aus diesen Erkenntnissen zieht ist unschwer zu erraten.

Verordnung muss sein
Gleichzeitig versucht die Gesetzgebung einen Hebel zum Schutz der Internetnutzer zu finden. Ein Umstand, der auch für die Unternehmen nicht ohne Folgen bleibt. Um die Daten der User vor unerwünschter Einsicht zu schützen, kippte im Oktober vergangenen Jahres der Europäische Gerichtshof mit seinem wegweisenden Urteil das Safe Harbor-Abkommen zum transatlantischen Datenverkehr. Mit der gleichen Absicht wurde am 24. Mai 2016 die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ins Leben gerufen. Unternehmen, die bereits personenbezogene Daten verarbeiten, haben nun knapp zwei Jahre Zeit, sich auf die neuen Vorgaben einzustellen indem Sie Ihre Prozesse und Dienstleister überprüfen.

Mehr Sicherheit, mehr Kunden
„Verantwortliche im Kundenservice sollten alarmiert sein und ihrerseits Vorkehrungen treffen“, rät Dr. Benjamin Helbig, CIO bei walter services, einem der größten inhabergeführten Service-Dienstleister Deutschlands und seit Anfang des Jahres auch Anbieter von Unified Communications- sowie High-Security-Cloud-Lösungen. „Abgesehen vom Personalwesen ist der Kundenservice mit seiner Vielzahl an personenbezogenen Informationen in den meisten Unternehmen der datenintensivste Bereich und noch dazu der wertvollste. Weil wir das aus eigener Erfahrung wissen, haben wir beim Neuaufbau unserer IT höchste Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Wer hier ebenfalls auf Nummer sicher gehen möchte, sollte ausschließlich nach deutschen Dienstleistern mit unabhängigen Zertifizierungen Ausschau halten. Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein zufriedener Kunde wiederkommt ebenso hoch, wie die Tatsache, dass ein enttäuschter Kunde für immer wegbleibt.“ Diese Erfahrung unterstreichen auch die Ergebnisse der Studie: Danach gefragt, ob sie im Falle eines Datenverlusts oder Datenmissbrauchs nochmals im betreffenden Shop einkaufen würden, antworteten 72 Prozent der Online-Käufer mit „Nein“ und auch ihren Freunden und Familien würden sie tunlichst davon abraten.

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