CallCenter Profi

Vorsicht: Datenklau per Telefon

 – Alexander Jünger

Phishing, das Einholen von Zugangsdaten über gefälschte E-Mails und Internetseiten, wird nach einer Meldung des amerikanischen Geheimdienstes nun auch am Telefon praktiziert. Da dies in diesem Fall via Voice - also über die Sprache - passiert, wird dieses Vorgehen als Vishing bezeichnet.

Der Zugangsdaten-Klau beginnt meist, wie auch beim Phishing, mit einer E-Mail. Diese fordert den Verbraucher auf, eine bestimmte Telefonnummer zu wählen und dort bestimmte Angaben zu hinterlassen. Es sind auch Fälle bekannt, in denen eine Sprachnachricht auf dem Mobiltelefon oder eine Voicemail auf dem Festnetztelefon dazu auffordert.

Die Warnung wurde vom amerikanischen Geheimdienst FBI und dem National White Collar Crime Center herausgegeben, die in den USA das Investigation Internet Crime Complaint Center (iC3) betreiben, das als Sammelstelle für Beschwerden über Internet-Kriminalität fungiert. Wie das iC3 vermeldete, ließen sich durch die kostengünstige VoIP-Technik und Opensource Call Center-Software heute ohne großen Aufwand gefälschte Call Center aufziehen und für kriminelle Machenschaften nutzen. Securityexperten befürchten, Vishing via Voice könne sogar noch effektiver sein als die herkömmlichen Phishing-Techniken. Wer eine derartige Aufforderung erhalte, solle auf keinen Fall die angegebenen Kontaktwege nutzen, sondern auf einem nachvollziehbar sicheren Weg die Telefonnummer des gewünschten Unternehmens zu suchen.

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