CallCenter Profi

Verkaufserfolg mit "Gendertalk"

 – Alexander Jünger

Frauen und Männer kommunizieren unterschiedlich miteinander und verfolgen grundsätzlich andere Ziele: Frauen sind im Gespräch hauptsächlich konsensorientiert, Männer dagegen eher statusorientiert, Dass bedeutet, dass Männer ihre Meinung möglichst rasch durchsetzen, also siegen wollen. Damit die Kommunikation zwischen den Geschlechtern trotzdem für beide Seiten zielführend verläuft, bietet der Bielefelder Trainingsanbieter "reden ist silber" die Seminarreihe "gendertalk" an. Dieses Konzept greift die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Geschäftsleben auf und soll zu einer verbesserten und erfolgreicheren Kommunikation führen.

"Da liegt trotz Wirtschaftskrise noch Geld auf der Straße, man muss es nur aufheben" behaupten die Cheftrainer Armin Hering und Jörg Rosenberger vom Bielefelder Trainingsanbieter "reden ist silber". Und sie belegen ihre Aussage mit ihren Trainingserfolgen im Telemarketing. Mit geschlechtsspezifischer Kommunikation, dem so genannten "gendertalk", wird nicht die Kundenansprache allgemein, sondern gezielt die richtige Ansprache der Kundin und des Kunden trainiert und eben das bringe den Erfolg, so die Kommunikationstrainer.

Rosenberger und Hering haben in der einjährigen Entwicklungs- und Erprobungsphase der Seminarreihe die neuesten Erkenntnisse der Psychologie, der Linguistik und der Gehirnforschung umgesetzt. Diese belegen eindeutig, dass es zwischen Männern und Frauen große Unterschiede im Kommunikationsverhalten gibt. Die daraus entstehenden Verständigungsprobleme können sich, wie ja fast jeder aus eigener Erfahrung weiß, sowohl im privaten als natürlich auch im beruflichen Bereich sehr negativ auswirken.

In den Seminaren lernen die Teilnehmenden zunächst die Charakteristika von Frauensprache und Männersprache kennen. Sehr prägnant ist, dass Frauen sich viel wortreicher ausdrücken und Beispiele, Konjunktive und Umschreibungen verwenden, während Männer bemüht sind, sich möglichst kurz und sachlich zu fassen. Das liegt an den unterschiedlichen Kommunikationszielen. Frauen sind im Gespräch hauptsächlich konsensorientiert, Männer dagegen eher statusorientiert, was bedeutet, dass Männer ihre Meinung möglichst rasch durchsetzen, also siegen wollen. Frauen empfinden ein Gespräch dagegen erst dann als befriedigend, wenn sie ihre Sicht der Dinge eingebracht, die Meinung des Gesprächspartners erfragt und eine Einigung erzielt haben. Neben den verschiedenen Zielen, Erwartungen und Bewertungen bei der Kommunikation gibt es auch viele Unterschiede in der Wortwahl, der Sprechweise und den Inhalten.

Im nächsten Schritt werden typische Gesprächssituationen aus dem beruflichen Alltag analysiert und dafür Vorgehensweisen erarbeitet, die dieses unterschiedliche Kommunikationsverhalten von Männern und Frauen berücksichtigen. Anschließend wird das Gelernte gezielt in Rollenspielen geübt. Auch der Einsatz von Körpersprache wird ins Training mit einbezogen.

Testreihen haben erwiesen, dass die Kommunikation viel erfolgreicher abläuft, wenn die Gesprächspartner mit dem Sprachverhalten des jeweils anderen Geschlechtes vertraut sind und dieses selber einsetzen. Spricht ein Mann mit einer Frau in Frauensprache und umgekehrt, werden Missverständnisse vermieden, das Gegenüber fühlt sich verstanden und empfindet seinen Gesprächspartner als vertrauenswürdig und sympathisch.

Dass sich geschlechtsspezifische Kommunikation tatsächlich durch gestiegene Verkaufszahlen bezahlt macht, zeigt ein entsprechendes Training der Mitarbeiter des Bielefelder Call Center-Dienstleisters @Friends. Die Erfolgsquote bei den Telefonverkäufen stieg danach innerhalb eines Monats durchschnittlich um stolze 4,5 Prozent. Der Geschäftsführer von @Friends Marc Gobbetto erklärt, wie diese Zahlen ermittelt wurden: "Wir haben die Telefonkontakte nach Geschlechtern aufgeteilt und vor dem Training die Erfolgsquoten jedes Mitarbeiters nach Frauen und Männern getrennt aufgelistet. Zu unserem eigenen Erstaunen habe wir dabei festgestellt, dass diese bei den meisten itarbeitern recht unterschiedlich waren. Entweder sie verkauften deutlich schlechter an das andere Geschlecht oder genau umgekehrt. Nach dem Training konnten die meisten Mitarbeiter diese Schwäche innerhalb von vier Wochen kompensieren und an Frauen und Männer gleich gut verkaufen. Die Steigerung von 4,5 Prozent im Telefonmarketing ist sensationell, da wir bereits vorher schon auf einem sehr hohen Niveau lagen."

Rosenberger und Hering sind von der Wirksamkeit geschlechtsspezifischer Kommunikation nicht nur im Telefonverkauf, überzeugt: "Von diesem Training profitieren alle Mitarbeiter in den kommunikationsintensiven Bereichen, sei es im Verkauf, im Service oder firmenintern. Es ist auch eine sehr wertvolle Technik für das Personalwesen, etwa bei der Beurteilung von Bewerbern und selbstverständlich ebenso wichtig für Führungskräfte. Wer gendertalk beherrscht, kann die Grundlage für befriedigende Mitarbeiter- und Kundenkontakte schaffen, ohne die ein langfristiger Erfolg im Beruf undenkbar ist."

  • Newsletter

    Mit dem Newsletter von CallCenterProfi erhalten Sie regelmäßig Informationen über aktuelle Trends im Servicemanagement. Natürlich kostenlos!

    > Aktuellen Newsletter ansehen

Passende Inhalte

Aktualität
Keine Nachrichten verfügbar.
Aufrufe
Keine Nachrichten verfügbar.

Passend im Marktplatz

Business
Keine passenden Business Cards gefunden.