CallCenter Profi

ver.di gegen Seka Team GmbH

 – Alexander Jünger

Eine Presseaussendung der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di informierte über eine bevorstehende "Massenentlassung in der Boombranche Call Center". Die Seka Team GmbH - eine Tochter des Call Center-Dienstleisters walter services - wolle "bis Ende des Jahres 168 Menschen vor die Tür setzen", so ver.di-Fachbereichsleiter Peter Bremme in dem Schreiben.

Was Bremme ärgert: "Es kann nicht angehen, dass in Hamburg über 160 Menschen gehen müssen, während in Lübeck oder Berlin Leute gesucht werden." Deshalb fordert ver.di "die Unternehmensleitung auf, die Arbeit dahin zu leiten, wo die Menschen sind beziehungsweise sie dort zu belassen." Schließlich sei es gerade in der Call Center-Branche "heutzutage unerheblich, an welchem Standort das Geschäft gemacht wird - telefonieren kann man überall". Einen weiteren Grund für die Kündigungen sieht Bremme darin, "kalt zu rationalisieren". Ziel sei es scheinbar, Beschäftigte mit älteren und besseren Tarifen aus dem Unternehmen zu entfernen. "Diesem reinen Profitdenken werden wir gemeinsam entgegentreten", kündigte Bremme an.

Eine Sprecherin von walter services bestätigte uns am Dienstag geplante Veränderungen am Seka Team-Standort in Hamburg. "Insgesamt beschäftigt Seka Team insgesamt 1.200 Mitarbeiter in Hamburg, Frankfurt an der Oder und Magdeburg." Richtig sei, dass sich walter services am Standort Hamburg zu Restrukturierungsmaßnahmen gezwungen sehe. "Über konkrete Maßnahmen oder Pläne geben wir aber zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Statements ab", hieß es aus dem walter services-Hauptsitz in Ettlingen.

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