Swiss schliesst drei Schweizer Call Center
Die Fluggesellschaft Swiss schliesst ihre drei Call Center in Zürich, Genf und Lugano. Von dieser Neuausrichtung erhofft sich die Swiss jährliche Einsparungen von sechs Millionen Franken. Davon betroffen sind über 140 Angestellte.
In Zürich verlieren 70 Personen ihre Stelle, in Genf 47 und in Lugano 27, wie die Swiss am Dienstag bekannt gab. Insgesamt gehen rund hundert Vollzeitstellen verloren. Dagegen soll das Call Center in Basel um mindestens zehn Stellen ausgebaut werden. Die Schliessung der drei Call Center erfolgt schrittweise im kommenden Sommer.
Für die Kunden hat die Schliessung der Call Center keine Auswirkungen. Auch weiterhin können rund um die Uhr telefonische Buchungen in deutsch, französisch, italienisch und englisch gemacht werden. Die Anrufe werden künftig von der auf solche Dienstleistungen spezialisierten Swiss-Tochtergesellschaft Mindpearl übernommen. Der weltweit tätige Anbieter für Call Center, der zu 100 Prozent der Swiss gehört, nimmt schon heute ausserhalb der Schweizer Bürozeiten Anrufe entgegen. Insgesamt beschäftigte die Swiss in den vier Schweizer Call Center 190 Personen, die sich 148,5 Vollzeitstellen teilten. Sie bearbeiteten jährlich über 1,25 Millionen Telefonanrufe. Mindpearl bearbeitet ausserhalb der Schweizer Bürozeiten bereits heute mehr als 200 000 Telefonanrufe jährlich.
Die Gewerkschaften reagierten verärgert auf die Ankündigung der Swiss. Dass Mindpearl in Südafrika und Australien ausbaue, sei ein schwacher Trost. Der Kaufmännische Verband (KV) Schweiz, der auch das Bodenpersonal der Swiss vertritt, warnte vor einer Verschlechterung bei der Qualität des Ticket-Verkaufs. Für die Kundenbindung werde dies "verheerende Folgen" haben.
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