CallCenter Profi

Projekt CESA will Telefonbetrügern bundesweit an den Kragen

 – Alexander Jünger

In den vergangenen Jahren hat sich eine besonders perfide Form der Kriminalität ausgebreitet, die gerade ältere Menschen zur Zielscheibe macht: Call Center-Betrug in Form von Enkeltricks und Schockanrufen, in der Regel aus dem Ausland heraus. Um dem entgegenzuwirken, haben sich unter der Leitung des Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) Ermittlungsbehörden aus Bund und Ländern zu einem breit aufgestellten, fachübergreifenden und auf internationale Zusammenarbeit ausgerichteten Projekt zusammengetan.

Die Dimension von Telefonbetrug mit den erwähnten Maschen bezeichnet das LKA als "alarmierend": Allein im vergangenen Jahr wurden in Baden-Württemberg über zwölf Millionen Euro Schaden durch solche Betrügereien verursacht.

CESA will dem nun aktiv begegnen. Mit über 1,2 Millionen Euro aus dem europäischen Fonds für Innere Sicherheit ausgestattet, zielt das neue Projekt darauf ab, "die organisierten Täterstrukturen, die vorwiegend aus osteuropäischen Call Centern agieren, nachhaltig und gezielt zu bekämpfen".

Bislang beteiligen sich neun Staatsanwaltschaften aus acht Bundesländern am CESA-Projekt. Hinzu kommen aktuell 24 polizeiliche Schwerpunktdienststellen aus 13 deutschen Bundesländern, das Bundeskriminalamt (BKA) und ein Kooperationspartner aus Polen. Auch Europol soll "eng eingebunden" werden.

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