Insurtech-Gigant Element kollabiert: Größte Versicherungspleite seit 1999

Das Insurtech-Unternehmen Element befindet sich seit dem 1. März 2025 in einem Insolvenzverfahren, das erste dieser Größenordnung in der Versicherungsbranche seit 1999. Betroffen sind rund 320.000 Versicherungsverträge, von denen die meisten zum 1. April 2025 endeten. Bis Anfang April gingen bereits 11.000 Forderungsanmeldungen ein.
Der vom Amtsgericht Charlottenburg ernannte und von der Gläubigerversammlung bestätigte Insolvenzverwalter Friedemann Ulrich Schade, Partner bei BRL, führt das Unternehmen mit einem Großteil der Beschäftigten weiter. Hauptaufgaben sind die Abrechnung beendeter Verträge und die Organisation der Schadenregulierung. Zur Bewältigung der Situation wurde ein Call Center eingerichtet und alle Versicherungsnehmer schriftlich informiert. Forderungen können bis Ende Mai 2025 über ein spezielles Portal angemeldet werden. Mit den meisten Partnerunternehmen wurden Verträge zur Sicherstellung der Leistungserbringung abgeschlossen.
Ein laufender Rechtsstreit vor dem Landgericht Düsseldorf kompliziert das Verfahren zusätzlich. Ein nicht namentlich genanntes Partnerunternehmen verweigert die Leistungserbringung, was die Abwicklung erschwert. Das Insolvenzverfahren von Element stellt eine große Herausforderung für alle Beteiligten dar.
Sie wollen mehr wissen?
Mehr zur Element-Schieflage und deren Folgen erfahren Sie hier bei den Kollegen vom "VersicherungsJournal"...
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