FST-Konzept: In zwei Stufen zur kostenlosen Warteschleife
Auf dem letzten IT-Gipfel der Bundesregierung wurde noch einmal der Weg zu kostenlosen Warteschleifen bestätigt. Der FST e. V. hat nun ein 2-Phasen-Modell für "einen ganz konkreten, umsetzbaren und sinnvollen Lösungsweg" vorgelegt.
„Das in einer Experten-Task Force entwickelte 2-Phasen-Modell vereint verbraucherpolitische Forderungen mit den Interessen der Unternehmen“, sagte der FST-Vorstandsvorsitzende Renatus Zilles. Das Konzept sei sowohl im Festnetz wie auch im Mobilfunk tragfähig - nun müsse "das 2-Phasen-Modell im Interesse von Verbrauchern und Unternehmen in die Überarbeitung des TKG-Referentenentwurfs einfließen".
In der ersten Phase empfiehlt der FST die Einführung von kostenlosen Eingangswarteschleifen. Das Konzept sieht vor, zunächst Warteschleifen mit einer Dauer von bis zu maximal 120 Sekunden zu Beginn eines Telefonats für den Anrufer kostenlos zu gestalten. Erforderlich hierfür wäre die Einführung eines für alle Netzbetreiber verbindlichen einheitlichen Time-Outs von 120 Sekunden. Um dem Anrufer Wiederholungsanrufe zu ersparen, sollte er die Möglichkeit haben, die Warteschleife auf seinen ausdrücklichen Wunsch - dann jedoch kostenpflichtig - über die 120 Sekunden hinaus zu verlängern. Diese Lösung sei für Festnetz- und Mobilfunk-Gespräche sowie binnen einer kurzen Frist von sechs Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes umsetzbar, so der FST.
In einer zweiten Phase sollen dann auch nachgelagerte Warteschleifen für den Anrufer kostenlos werden. Für die Entwicklung des Detailkonzepts soll der Zeitraum der ersten Phase genutzt werden.
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