Finanztest testet Service von Krankenkassen
Bereits im August hat Stiftung Finanztest die Beratung, Service und Infoangebote von 21 Krankenkassen getestet. Ergebnis: Nur zweimal konnte das Prädikat "gut" vergeben werden.
Das Ergebnis vorweg: Schlechter als "befriedigend" schnitt keine der getesteten Kassen im Gesamtergebnis ab. Testsieger wird die AOK Plus mit knappem Vorsprung vor der Techniker Krankenkasse. Die 21 untersuchten Krankenkassen decken 75 Prozent der Kassenpatienten in Deutschland ab.
Die Tester wandten sich entweder telefonisch oder per E-Mail an die Krankenkassen oder ließen sich persönlich in der Geschäftsstelle beraten. Über eine Hotline zu medizinischen Fragen verfügen alle der getesteten Kassen. Wie die Tester feststellten, gab es in den Geschäftsstellen und den Hotlines "ohne große Wartezeiten einen Ansprechpartner. Auf Fragen die per E-Mail gestellt wurden, blieben viele der Kassen eine Antwort schuldig. Etwa jede achte E-Mail blieb im Test unbeantwortet oder hatte auch nach sieben Tagen noch keine Antwort.
Individuelle Angebote? Nur vereinzelt!
Von einer individuellen Ansprache mit maßgeschneiderten Angeboten scheinen Deutschlands Krankenkassen indes noch weit entfernt. Denn bei ihren Hinweisen auf weiterführende Angebote erhielten die Krankenkassen nur Noten zwischen "ausreichend" oder sogar "mangelhaft". Die Stiftung Finanztest hatte hier eigentlich erwartet, dass eine Kasse Versicherten mitteilt, dass es spezielle Angebote gibt, die ins Interessen- (oder Krankheits-)bild des Versicherten hineinpassen - etwa Ernährungsberatungen für Zuckerkranke oder beispielsweise bestimmte Kurse. Nur in einem Viertel aller Gespräche wurden solche individuellen Angebote unterbreitet.
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