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Callheinz: Flexibler Rufbus deckt gesamten Landkreis Rhön-Grabfeld ab

 – Alexander Jünger

Mit Callheinz geht im Landkreis Rhön-Grabfeld (Bayern) ein innovatives Mobilitätsprojekt in die nächste Phase. Ab dem 1. September 2025 deckt der Rufbus-Service den gesamten Landkreis ab. Das Besondere: Fahrgäste können ihre Fahrt telefonisch über das kostenlose Call Center, per App oder Website buchen – von 60 Minuten bis zu 31 Tage im Voraus. Damit richtet sich Callheinz sowohl an Kurzentschlossene als auch an Pendler. Wer ein Deutschlandticket, einen Schwerbehindertenausweis oder bestimmte Monatskarten besitzt, fährt kostenlos.

Die Resonanz ist durchweg positiv. Kinder gelangen ohne Elterntaxi zum Sport, ältere Menschen nutzen den Service für Arztbesuche oder Einkäufe. Finanziert wird Callheinz vom Landkreis mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums. Hintergrund ist der Rückgang klassischer Linienverbindungen und steigende Defizite im ÖPNV. Landrat Thomas Habermann sieht in Callheinz eine wichtige Weichenstellung: Leere Linienbusse sollen der Vergangenheit angehören, stattdessen fahren Fahrzeuge nur nach Bedarf.

Neben Flexibilität spielt Barrierefreiheit eine Rolle. In jedem Betriebsgebiet steht ein speziell ausgestattetes Fahrzeug bereit, das auch Rollstuhlfahrer befördern kann. Rund 45 Fahrer sorgen für flexible Einsatzpläne. Unter der Woche ist der Service von 5.30 bis 20 Uhr, am Wochenende von 8 bis 20 Uhr verfügbar. Ziel ist es, das Modell weiter auszubauen und so den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum nachhaltig zu stärken.

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