CallCenter Profi

Call Center eines Hamburger Verlags kassiert dreist ab

 – Alexander Jünger

Die negativen Meldungen über "schwarze Schafe" unter den Call Centern reißen nicht ab. Ein besonders geschmackloses Beispiel hat die Hamburger Morgenpost recherchiert.

Im sechsten Stock eines Geschäftshauses in Hamburg Altona hat der so genannte "Protect our Children"-Verlag seinen Sitz. Wie die Hamburger Morgenpost berichtete ist dieser Verlag nicht viel mehr als ein Call Center. Ein Dutzend Telefonisten kontaktieren hier täglich Geschäftsleute in ganz Deutschland per Telefon, um Sie für eine Geschäftsanzeige in einer geplanten Aufklärungsbroschüre gegen die Gewalt und Missbrauch an Kindern zu gewinnen. Je nach Größe soll diese Offerte mit 98, 125 oder 148 Euro zu Buche schlagen.

Die Morgenpost berichtet nicht nur von versteckten Fallen im Text zustande gekommener Verträge, sondern auch von der undurchsichtigen Verwendung der für den "guten Zweck" gesammelten Gelder. So arbeitet der "Protect our Children"-Verlag zwar mit dem ebenfalls in Hamburg eingetragenen "Protect our Children"-Verein zusammen, doch scheint dieser nur zu Alibizwecken gegründet. Nicht einmal 500 Euro hätte der Verein im letzten Jahr vom namensgleichen Verlag erhalten und sei nie durch entsprechende Aktivitäten in Erscheinung getreten.

CallCenterProfi meint: Solange sich solche "schwarzen Schafe" unter den seriösen Call Centern tummeln, haben es Imagesteigerungsversuche der Branche schwer.

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