Call Center-Dienstleister KiKxxl feiert 15-Jähriges
Am herrlich langen, weißen Strand von Juist nahm 1999 eine Erfolgsidee sandige Gestalt an. Andreas Kremer malte vor seiner damaligen Freundin und heutigen Frau Anke die Zahlen "24/7" in den Sand. Dann erklärte er ihr seine Geschäftsidee einer Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit für Handwerker und kundenorientierte Serviceunternehmen.
Ein paar Wochen nach der "Sandmalerei" meldete Andreas Kremer dann sein Unternehmen "KiKxxl" am 1. Juli an. Und stellte auch gleich die Mitarbeiterin der ersten Stunde ein, die er als Kollegin bei einem gemeinsamen früheren Arbeitgeber kennengelernt hatte. "Wir haben Briefe verschickt und nachtelefoniert, um erst einmal selbst Kunden zu akquirieren", erinnert sich Tanja Biernath, "die ersten Projekte telefonierten wir aus Andreas' Wohnzimmer!" "Dass nach Tanja noch 1.500 weitere Mitarbeiter folgen, hätte ich in meinen kühnsten Träumen damals nicht gedacht", so Kremer heute selbst, "doch mit einer Händler-Hotline für Alcatel und einem Kunden-Sorgentelefon für die Stadtwerke Osnabrück haben wir noch im selben Jahr eine ganze Etage im Hansepark gemietet." Weitere Kunden wurden auf die hohe Serviceorientierung des jungen Unternehmens aufmerksam: Telekom, vodafone, und EWE-Tel genauso wie Gerry Weber, RWE und 1&1. Jeder Neukunde zog einen Schwung neuer Telefontalente nach sich. Niederlassungen in Bremen und Dortmund halfen, neue Mitarbeiterpotenziale zu erschließen.
"Und an allen Standorten suchen wir weiter Anfänger und Quereinsteiger, die gerne die Kunden unserer Kunden am Telefon beraten. Ob Student, Arzthelferin oder Rentner - unser Spektrum ist so spannend, das kann man sich nicht vorstellen", kommt Kremer regelrecht ins Schwärmen, wenn er an seine Mitarbeiter und sein Betriebsklima denkt. Um dies zu erreichen, wird viel getan: Von finanziellen Zusatzleistungen über Fitnessprogramme bis zu eigenen Köchen, die täglich Mittags-Varianten inklusive eines Weight-Watcher-Menüs zaubern. Kein Wunder also, dass KiKxxl mehrfach für seine Arbeitgeberqualität ausgezeichnet wurde. Zuletzt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Bundesprogramms "Perspektive 50plus". Ebenfalls vor kurzem gewonnen wurde die Auszeichnung "Top Job: Fokus Frauen" in der Kategorie über 500 Mitarbeiter für die Förderung weiblicher Führungskräfte. Bestes Beispiel dafür ist die erste Angestellte Tanja Biernath, die heute als Bereichsleiterin mit 280 Mitarbeitern 80 kleine und große Kunden betreut. "Zwar spielt sich der Großteil der Aktivitäten tagsüber ab, doch für einige Kunden arbeiten wir weiterhin auch nachts im Sinne der '24-Stunden-7-Tage-erreichbar-Idee'", erklärt sie und fügt lachend hinzu: "Insofern hat Andreas damals nicht auf Sand gebaut!"
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