CallCenter Profi

Call Center-Betrug bei "Let's Dance"?

 – Alexander Jünger

Erneut gibt es Unterstellungen, ein Teilnehmer bei einer Tanzshow habe mit einem angeheuerten Call Center für Anrufe und so für den eigenen Verbleib in der Sendung gesorgt. Was Österreich damit zu tun hat, lesen Sie in unserem aktuellen Fundstück.

Die "Geissens" sind durch ihre seit 2011 gefühlt ununterbrochene Reality TV-Präsenz vielen Menschen ein Begriff. Aktuell nimmt die "bessere Hälfte" des Paares bei der Tanzshow "Let's Dance" teil und hofft dort ebenfalls auf die Gunst der Zuschauer. Mit ihren Anrufen sollen sie dafür sorgen, dass Carmen Geiss weiter in der Show bleibt. Aktuell hat Carmen Geiss das Halbfinale erreicht. Die Österreicherin Larissa Marolt, zuletzt im RTL-Dschungelformat "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" auf der Mattscheibe zu sehen, schied in der letzten Sendung trotz gutem Juryurteil aus. Am Ende hatte Carmen Geiss einfach mehr Anrufer auf ihrer Seite.

'Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu!', ätzen Facebook-Nutzer nach der überraschenden Entscheidung auf der Facebook-Seite von Carmen Geiss und unterstellen, ihr Mann Robert Geiss habe eines oder mehrere Call Center engagiert, um seine Frau im Rennen um die Tanzkrone zu halten. Viele der Kritiker kommen aus Österreich. Die monieren, dass die Telefonnummern, die Anrufer aus Österreich für ihre Stimmabgabe benötigen, von RTL vergleichsweise selten angezeigt wurden. Andere geben an, sie seien bei der Anwahl der Hotline auf einem Portal für Astroberatungen gelandet. Wie dem auch sei - Carmen Geiss wehrte die Unterstellungen kategorisch ab: "Das ist Schwachsinn!" Ihr Mann werde "einen Scheißdreck tun und ein Call Center kaufen".

Tanzende Promis, Österreich, Call Center-Betrug? Da war doch schon mal was! Tatsächlich gab es bei der österreichischen Variante der Promi-Tanzshow - dort heißt sie "Dancing Stars" - schon mehrmals Unterstellungen, Teilnehmer hätten mit Hilfe eines Call Centers für die nötigen Anrufe in der Hotline gesorgt. Nach derartigen Vorwürfen in den Jahren 2008 und 2012 geriet im vergangenen Jahr der österreichische Moderator und Schlagersänger Marco Ventra in dieses Zwielicht. Beweisen konnte man die Manipulatiosvorwürfe damals nicht. Und auch bei der neuerlichen Unterstellung wird ein Nachweis schwierig zu führen sein. Auch wenn Facebook-Nutzer in einer spontan gegründeten Protestgruppe gnadenlose Aufklärung und eine Untersuchung der Angelegenheit fordern.

Na wer sonst keine Probleme hat ...

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