Brasilien: Strengere Regeln für Call Center

Brasiliens volksnaher Staatschef Luiz Inacio Lula da Silva (Foto links) hat unlängst ein Dekret erlassen, das Call Center verpflichtet, die Kunden effizienter zu bedienen.
Wie der Tagesanzeiger Schweiz berichtet, gelten demnächst für Call Center härtere Regeln. Egal, ob es sich um ein privates oder ein staatliches Unternehmen handelt: Künftig darf ein Kunde nur noch einmal umgeleitet werden, und er soll höchstens zwei Minuten auf eine Verbindung warten müssen. Außerdem muss jedes Telefongespräch mit einer Auftragsnummer bestätigt werden, damit sich der Verbraucher bei Reklamationen darauf beziehen kann. Desweiteren ist vorgesehen, den teilweise fragwürdigen Verzögerungstaktiken bei der Auflösung von Verträgen einen Riegel vorzuschieben. Wer eine Dienstleistung nicht mehr beanspruchen will, soll diese künftig einfach und zügig kündigen können.
Mit dem Dekret reagierte Brasiliens Staatschef auf die drastische Zunahme von Beschwerden über Call Center. Damit die neuen Vorschriften nun nicht bloß als Empfehlungen angesehen werden, sind bei Zuwiderhandlung Geldbußen vorgesehensieht das Gesetz bei Zuwiderhandlung Bussen vor, die sich zwischen 80 Euro und 1,2 Millionen Euro bewegen.
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