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US-Start-up Aurelian bringt KI in den Emergency Call

 – Alexander Jünger

In den USA greifen immer mehr Notrufzentralen auf Künstliche Intelligenz zurück, um den steigenden Druck auf ihre Mitarbeiter zu mindern. Das Start-up Aurelian hat dafür einen Sprachassistenten entwickelt, der nicht so dringende Anrufe wie Lärmbelästigungen oder Parkverstöße übernimmt und so die Dispatcher entlastet.

Die Idee entstand, als Gründer Max Keenan erkannte, dass viele nicht dringende Anrufe von denselben Personen bearbeitet werden, die auch für echte Notfälle zuständig sind. Aurelians KI ist so trainiert, dass sie kritische Situationen zuverlässig erkennt und sofort an einen menschlichen Dispatcher weiterleitet. In weniger dringenden Fällen sammelt das System relevante Informationen und erstellt Berichte für die Polizei.

Seit Mai 2024 ist die Lösung in mehr als einem Dutzend Notrufzentralen im Einsatz, darunter in Snohomish County in Washington, Chattanooga in Tennessee und Kalamazoo in Michigan. Dort sind die Leitstellen häufig unterbesetzt, was zu hoher Belastung und Fluktuation führt. Der KI-Einsatz sorgt für dringend benötigte Entlastung.

Für weiteres Wachstum hat Aurelian kürzlich eine Finanzierungsrunde in Höhe von 14 Millionen US-Dollar abgeschlossen, angeführt von New Enterprise Associates (NEA). Das Kapital soll die Weiterentwicklung und Verbreitung der Technologie beschleunigen. Während andere Start-ups wie Hyper und Prepared ebenfalls KI-Lösungen für Notrufzentralen entwickeln, hebt sich Aurelian durch die bereits erfolgte praktische Implementierung ab. Mit tausenden bearbeiteten Anrufen pro Tag gilt das Unternehmen als einer der Vorreiter beim Einsatz von KI in kritischen Infrastrukturen.

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