Stadtrat fordert Rückverlegung: Türkisches Call Center lähmt Taxibetrieb

Die Taxizentrale Schwäbisch Gmünd sorgt für Aufregung in der Stadt. Seit der Verlegung des Call Centers nach Ankara im Dezember 2024 häufen sich die Beschwerden über lange Wartezeiten und unpünktliche Taxen. Ein besonders gravierender Fall, bei dem ein Kunde eine Stunde auf sein Taxi zum Flughafen warten musste, sorgte für Aufsehen (Gmünder Tagespost berichtete).
Die Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd sieht sich nun mit wachsendem Unmut der Bürger konfrontiert. Bürgermeister Christian Baron äußerte sich besorgt über die Situation und kündigte an, das Thema in der kommenden Gemeinderatssitzung am Mittwoch zu diskutieren.
Die Taxizentrale, eine GmbH mit 28 Fahrzeugen, darunter zwei Großraum-Taxen, wird von 14 Unternehmern betrieben. Die Auftragsverteilung erfolgt über GPS, wobei das Call Center in der Türkei die Koordination übernimmt. Laut Angaben des Landratsamts ist der Standort der Telefonzentrale rechtlich nicht relevant für die Genehmigung des Taxibetriebs. CDU-Stadtrat Oliver Glass kritisierte die Entscheidung, das Call Center ins Ausland zu verlegen, scharf. Er forderte eine Rückverlegung nach Schwäbisch Gmünd, um die Qualität des Services zu verbessern und lokale Arbeitsplätze zu sichern.
Die Taxizentrale selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.
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