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Smartphone-Regeln: Japanisches Beispiel sorgt für Diskussion

 – Alexander Jünger

In Toyoake, einer Stadt im Süden der japanischen Hauptinsel Honshu mit rund 70.000 Einwohnern, wird derzeit über eine Verordnung zur Nutzung von Smartphones beraten. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, soll die Bildschirmzeit außerhalb von Arbeit oder Schule auf maximal zwei Stunden am Tag begrenzt werden. Ein Inkrafttreten ist zum 1. Oktober 2025 vorgesehen, sofern der Gemeinderat zustimmt.

Die Maßnahme sieht keine Verbote vor, sondern basiert auf Empfehlungen. Ziel ist es, stärker auf die negativen Folgen intensiver Nutzung hinzuweisen. Dazu gehört auch eine Uhrzeitregelung für Schülerinnen und Schüler. Grundschulkinder sollen nach 21 Uhr keine Smartphones, Tablets oder Computer mehr verwenden, ältere Schüler spätestens nach 22 Uhr.

Weder Kontrollen noch Sanktionen sind geplant. Vielmehr soll durch Aufklärung erreicht werden, dass Eltern und Kinder die Risiken besser verstehen. Genannt werden unter anderem Konzentrationsprobleme, Suchtgefahren sowie Einschränkungen in der Sprachentwicklung und sozialen Kompetenz.

Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass das Thema auch hierzulande relevant ist. Laut Bitkom nutzt die Bevölkerung das Smartphone durchschnittlich 2,5 Stunden pro Tag, die Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen sogar drei Stunden. Studien sehen in dieser Dauer ein Risiko für die Entwicklung junger Menschen. Toyoake könnte damit ein Modell schaffen, das weit über die Stadtgrenzen hinaus diskutiert wird.

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