Papst Leo XIV. scheitert am Kundendienst seiner Bank

Am Kundendienst-Telefon sind offenbar wirklich alle Menschen gleich. Selbst dann, wenn am anderen Ende der Leitung das Oberhaupt der katholischen Kirche sitzt. Diese Erfahrung musste nun Papst Leo XIV. machen – und die Geschichte klingt fast zu kurios, um wahr zu sein.
Bekannt wurde die Episode durch ein Video aus einer Kirche in Naperville im US-Bundesstaat Illinois. Darin berichtet der Augustinermönch Tom McCarthy von einem Telefonat, das der heutige Papst mit seiner Bank im Süden Chicagos geführt haben soll. McCarthy kennt den gebürtigen Chicagoer Robert Prevost - heute Papst Leo XIV. - nach eigenen Angaben bereits seit den Achtzigerjahren.
Der Papst habe bei seiner Bank angerufen, sich mit seinem bürgerlichen Namen vorgestellt und sogar sämtliche Sicherheitsfragen korrekt beantwortet. Anschließend wollte er seine Adresse und Telefonnummer ändern lassen. Die Antwort der Mitarbeiterin am anderen Ende der Leitung: Dafür müsse er persönlich in der Filiale erscheinen.
Ein nachvollziehbarer Standardprozess, wäre da nicht das kleine Problem gewesen, dass der Kunde inzwischen Papst ist. „Na ja, das kann ich jetzt nicht so richtig machen“, soll Leo XIV. geantwortet haben. Danach versuchte er es offenbar mit maximaler Eskalationsstufe im Kundendialog: „Würde es etwas ändern, wenn ich ihnen sage, dass ich Papst Leo bin?“ Die Hotline-Mitarbeiterin zeigte sich davon allerdings wenig beeindruckt und legte kurzerhand auf. Über ihre Identität ist nichts bekannt. Vielleicht besser so. Pater McCarthy kommentierte die Episode später mit einem Augenzwinkern: Ob man wirklich als die Frau bekannt sein wolle, die dem Papst einfach das Gespräch beendet habe?
Am Ende ließ sich die Angelegenheit dann doch noch lösen. Die Bank ermöglichte die Änderung der Kontaktdaten offenbar auch ohne persönlichen Besuch des Kirchenoberhaupts am Schalter. Die „New York Times“, die zuerst über den Vorfall berichtet hatte, zitiert McCarthy mit der Bestätigung, dass sich die Geschichte tatsächlich so zugetragen habe. Eine Stellungnahme des Vatikans gibt es allerdings bislang nicht.
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