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Studie zeigt, was ineffiziente Kommunikation kostet

 –  Alexander Jünger

Ineffiziente Kommunikation kostet Millionen - so das Kern-Ergebnis einer aktuellen, globalen Studie von Mitel. Unternehmen verlieren jährlich über 10.000 Euro pro Arbeitnehmer. Interessant: Die größten Produktivitätsverluste entstehen durch traditionelle Kommunikationslösungen und -gewohnheiten.

Mitel, ein Anbieter im Bereich der Unternehmens-Kommunikation, hat in einer in Europa und den USA durchgeführten, unabhängigen Studie untersucht, wie Mitarbeiter in Unternehmen kommunizieren und zusammenarbeiten. Das Ergebnis der von Webtorials durchgeführten Umfrage: Unzulängliche Infrastruktur und liebgewonnene Gewohnheiten beeinträchtigen die Produktivität der Arbeitnehmer. Unternehmen verlieren dadurch durchschnittlich über 10.000 Euro pro Mitarbeiter und Jahr, in Deutschland sind es im Durchschnitt rund 9.000 Euro.

Laut der Umfrageergebnisse verbringen deutsche Arbeitnehmer mehr als zwei Drittel eines Arbeitstages damit, mit Kollegen, Kunden und Dienstleistern zu kommunizieren – und verlieren dabei zwölf Prozent ihrer Arbeitszeit (immerhin drei Prozent weniger als im Ländervergleich). Ursachen dafür liegen oftmals im Einsatz einer Vielzahl nicht miteinander kompatibler Anwendungen und Tools. Es entstehen Silos, die die Teamzusammenarbeit behindern, wenn nicht sogar verhindern.

E-Mail ist der bevorzugte Kommunikationsweg aller Umfrageteilnehmer. Sie verbringen damit fast so viel Zeit wie mit persönlichen Treffen, obwohl 53 Prozent der deutschen Arbeitnehmer E-Mails als Produktivitätskiller empfinden. E-Mail scheint trotz der zunehmenden Zweckentfremdung seine Stellung als Hauptkommunikationsweg zu behalten. Es scheint Arbeitgebern nicht zu gelingen, trotz der Verfügbarkeit neuer Unternehmensanwendungen einen unterbrechungsfreien, konsistenten Workflow über alle Kommunikationskanäle wie Chat, Video und Sprachdienste zu ermöglichen.

Auf der Suche nach Verbesserungsansätzen sind zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer der Meinung, dass der Einsatz von Chat und Instant Messaging (IM) M ihre Produktivität steigern würde. Doch müssen diese Kommunikationswerkzeuge noch einige Hürden nehmen, bevor sie sich wirklich durchsetzen können. Zum einen rangieren Chat/IM auf der Beliebtheitsskala der Anwender ganz unten. Zum anderen bleiben sie aufgrund der Inkonsistenz der eingesetzten Anwendungen eine Herausforderung für Unternehmen. Empfehlung der Studie: IT-Verantwortliche sollten bei der Auswahl von Collaboration-Lösungen darauf achten, dass Mitarbeiter eine einheitliche Plattform nutzen und diese auch Schnittstellen bietet, über die externe Geschäftskontakte mit eingebunden werden können. Das erhöht die Akzeptanz, spart Unternehmen Geld und ebnet den Weg zur Digitalisierung.

Über die Studie:
Die Ergebnisse und Analysen basieren auf den Antworten von mehr als 900 Umfrageteilnehmern aus Unternehmen in Nordamerika und Westeuropa, davon 250 in Deutschland. Die vollständigen demographischen Informationen sind in der Studie zu finden. Mehr zur Erhebung finden Sie hier ...

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