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Call Center-Verband unterzeichnet "Charta der Vielfalt"

 –  Alexander Jünger

Der Call Center Verband Deutschland e. V. (CCV) hat die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Die Arbeitgeberinitiative wurde im Dezember 2006 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit der Unterzeichnung möchte der CCV nach eigenen Angaben "ein deutliches Zeichen für eine Unternehmenskultur setzen, die auf Respekt und gegenseitiger Wertschätzung basiert".

Gerade in der Call und Contact Center-Branche mit über 540.000 Beschäftigten ist Inklusion von großer Bedeutung. Menschen mit unterschiedlichen Handicaps, wie zum Beispiel einer Sehschwäche oder Bewegungsbeeinträchtigung, haben dort wertvolle Arbeitsplätze gefunden. Seit 2010 gibt es im Verband einen Arbeitskreis Inklusion. Vorrangiges Ziel ist eine verstärkte PR- und Öffentlichkeitsarbeit. Zum einen, um auf diesem Wege Betroffenen zu zeigen, wo und wie sie potenzielle Arbeitgeber finden können. Zum anderen, um bei Unternehmen dafür zu werben, dass sie sich intensiver mit dem Inklusionsthema beschäftigen, und gegebenenfalls Hilfestellungen zu geben. Langfristig gilt es, dadurch auch das Image der Branche positiv zu beeinflussen. „Mitarbeitende haben unterschiedliche Stärken, die erkannt, gefördert und genutzt werden müssen", so CCV-Präsident Dirk Egelseer. "Es ist unsere Aufgabe, uns für Vielfalt im Arbeitsumfeld einzusetzen.“

Aus Sicht des CCV schafft die Branche eine hohe Zahl an Arbeitsplätzen und trägt als „Motor der Modernisierung“ einen Mehrwert zur Dienstleistungsgesellschaft bei. „Die Arbeitsbedingungen verändern sich aufgrund des demographischen Wandels und der Digitalisierung", betont Egelseer in diesem Zusammenhang. "Wir müssen daher jetzt auf diesen Wandel reagieren und ihn produktiv nutzen. Durch Diversity Management haben wir die Chance, qualifiziertes Personal für uns zu gewinnen, die Zufriedenheit unter den Mitarbeitenden zu erhöhen und damit die Leistungsfähigkeit zu stärken.“

Über die „Charta der Vielfalt“
Die Charta hat das Ziel Anerkennung, Wertschätzung und die Einbeziehung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen zu fördern. Unterstützung erfährt die Initiative auch durch die Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Staatsministerin Annette Widmann-Mauz. Auch Verbände können die Charta der Vielfalt unterzeichnen und sich damit zu einem Arbeitsalltag bekennen, der frei von Vorurteilen ist. Merkmale wie zum Beispiel Geschlecht, Behinderung oder Religion sollen im Arbeitsumfeld keine Rolle spielen, heißt es in der Charta. Die Urkunde der Charta im Wortlaut können Sie hier nachlesen ...

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