CallCenter Profi

Bundestagswahl 2017: Welche Partei(en) „helfen“ der Call Center-Branche

 –  Alexander Jünger

Der Call Center Verband Deutschland e. V. (CCV) hat eine Auswahl an Wahlprüfsteinen an die Parteien geschickt (CallCenterProfi berichtete), die sich nach den bevorstehenden Wahlen einen Einzug in den Bundestag erhoffen können. Die Antworten liegen nun vor. Auch der Deutsche ReiseVerband e. V. (DRV) hat dies getan. Nachfolgend einige Positionen zum Nachlesen.

Der Call Center Verband Deutschland e. V. (CCV) versandte im Juli 2017 an alle Parteien, die Umfragen zufolge Aussichten auf den Einzug in den Deutschen Bundestag haben, seine Wahlprüfsteine*. Befragt wurden sie nach ihren Positionen zu branchenrelevanten Themen wie der Sonn- und Feiertagsarbeit, der so genannten Bestätigungslösung bezüglich am Telefon geschlossener Verträge und dem Beschäftigtendatenschutz. Während CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke in den letzten Wochen umfassend antworteten, sah sich die AfD aus Kapazitätsgründen nicht in der Lage, „vollumfänglich und fristgerecht“ auf die CCV-Wahlprüfsteine einzugehen.

„Die FDP ist mit ihren Positionen den Forderungen des CCV am nächsten“, so Constantin Jacob, Leiter Recht & Regulierung sowie Verbandsjustiziar im Call Center Verband Deutschland. Die Liberalen bekennen „sich beispielsweise zu einer flexiblen Gestaltung der Sonn- und Feiertagsarbeit und lehnen eine Bestätigungslösung ab. Dagegen sprechen sich CDU/CSU für arbeitsfreie Sonn-und Feiertage aus. Bündnis 90/Die Grünen sowie Die Linke befürworten eine umfassende Bestätigung von am Telefon geschlossenen Verträgen. Die SPD möchte sich zu diesen beiden Themen nicht festlegen, fordert jedoch – wie auch Bündnis90/Die Grünen und Die Linke – ein eigenständiges Beschäftigtendatenschutzgesetz.“ Die ausführlichen Antworten der Parteien lassen sich im CCV-Mitgliederportal hier (nach Login) abrufen.

Auch der Deutsche ReiseVerband (DRV) wollte wissen, wie sich sich die Parteien, die potenziell für die Regierungsbildung in Deutschland in Frage kommen, positionieren. Im Fokus standen hier natürlich in erste Linie tourismuspolitische Themen. Doch auch diese tangieren das Segment der Call und Contact Center. Angefragt wurden die Meinungen von CDU/CSU, SPD, Bündnis90/DieGrünen, Die Linke und FDP.

Demnach erwägt die Union aus CDU und CSU, die Sonn- und Feiertags-Regelungen für Call Center stark einzuschränken. „Dies würde aus Sicht der Reisebranche zu einer Verschlechterung der Kundenbindung und des Verbraucherschutzes, aber auch zu einem Verlust von Arbeitsplätzen führen“, so die Auffassung des DRV. Auch die Positionen von Bündnis90/DieGrünen und Die Linke sind in Bezug auf die Branchenforderungen des Tourismusbereichs „sehr uneinheitlich und zum Teil ablehnend“. So vertrete Die Linke in Sachen Call Center eine andere Auffassung als der DRV. Ebenso wie dem CCV fällt auch dem DRV auf, „dass die derzeit nicht im Bundestag vertretene FDP bei der Beantwortung eine große Deckungsgleichheit zu den Positionen des DRV aufweist“.


Eine komplette Übersicht und die detaillierten Antworten der Parteien zu den einzelnen Fragen des DRV sind hier (ohne Login) auf dem Verbandsportal zu finden.

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