Studie enthüllt Engpässe beim Datenschutz
04.05.2012 -
Laut einer Studie sind 70 Prozent der Organisationen, die personenbezogene Daten speichern, nicht "sehr sicher", dass die von ihnen aufbewahrten vertraulichen Informationen auch wirklich geschützt sind.
80 Prozent der befragten Organisationen speichern sensible Informationen von Kunden, Klienten, Lieferanten und Geschäftspartnern. Dass mehr als die Hälfte nur „ziemlich sicher“ ist, dass die Daten geschützt sind, bietet durchaus Grund zur Beunruhigung. Fast ein Fünftel der Befragten waren hier „gar nicht sicher“ und ganze fünf Prozent waren sogar „unsicher“.
Das heißt also: Die meisten befragten Organisationen erfüllen weder die US-amerikanischen Sarbanes-Oxley-Regeln noch die EU-Datenschutzrichtlinie und laufen Gefahr, mit Strafen in Höhe von bis zu zwei Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes belegt zu werden. Nach Ansicht von Arne Jacobsen, Director DACH bei Varonis, ist es "schockierend, dass so viele Unternehmen dem Thema Datenschutz anscheinend nach wie vor gleichgültig gegenüberstehen". Denn bei einem Sicherheitsvorfall müssten sie sich einigen unbequemen Fragen stellen. Tatsächlich würden Regulierungsbehörden wie die SEC oder die EU aller Wahrscheinlichkeit nach zu dem Schluss kommen, dass die Pflicht zum Schutz von Daten nicht erfüllt und der Verlust sensibler Daten dadurch nicht verhindert wurde, und eine saftige Geldstrafe verhängen. Jacobsen: "Es ist ganz einfach: Wenn Sie vertrauliche Daten besitzen und nicht sicher sind, ob diese ausreichend geschützt sind, müssen Sie etwas unternehmen.“

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Die Studie zeigte zudem interessante Unterschiede zwischen den teilnehmenden Unternehmen. Von den Organisationen, die angaben, „sehr sicher“ zu sein, dass ihre Daten geschützt sind, wissen 60 Prozent sehr sicher, wo sich die betreffenden Daten befinden. Über 40 Prozent überwachen sämtliche Zugriffsaktivitäten und weisen allen Ordnern und Intranet-Sites Data Owner zu. Darüber hinaus überprüfen 65 Prozent ihre Berechtigungen und heben diese gegebenenfalls auf. 45 Prozent führen diese Prozesse regelmäßig durch und nicht nur, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Von den Organisationen, die nicht sicher sind, ob ihre Daten geschützt sind, wissen erwartungsgemäß nur zehn Prozent, wo ihre Daten gespeichert sind, null Prozent überwachen alle Datenzugriffe und nur drei Prozent weisen allen Ordnern und Dateien Data Owner zu. Außerdem führen diese Organisationen weniger regelmäßig Überprüfungs- und Aufhebungsprozesse durch.
Foto: pixelio.de / Gerd Altmann
Autor(en): Alexander Jünger