Bürgerservice 115 in Frankfurt in den Live-Betrieb gestartet
03.03.2010 - Seit Dienstagnachmittag gehört auch die Stadt Frankfurt zu einer der Modellregionen, die den anbieten. Unter der Nummer 115 bekommen Frankfurter nun Antwort auf alle ihre Behörden- und Ämter-Fragen.
Egal, ob es um die KfZ-Zulassung, die Beantragung eines Personalausweises oder Informationen zum Elterngeld geht: Die Anrufer müssen nicht mehr wissen, ob Stadt, Land oder Bund für ihre jeweilige Angelegenheit zuständig ist. Neben Frankfurt ist die 115 unter anderem in Berlin, Hamburg, Oldenburg, im Bodenseekreis und in weiteren Städten und Kreisen in NRW und Hessen freigeschaltet.
Auf die 150 wichtigsten Fragen sollen die 33 Mitarbeiter in Frankfurt sofort eine Antwort geben, ansonsten werden die Anrufe weitergeleitet. Das
Serviceversprechen liest sich für eine Behörde ambitioniert: 75 Prozent der Anrufe sollen innerhalb von 30 Sekunden durch einen Mitarbeiter entgegen genommen und 55 Prozent der Anrufe beim ersten Kontakt fallabschließend beantwortet werden. Wird weitergleitet, darf der Bürger innerhalb von 24 Stunden eine Antwort per E-Mail, Fax oder Rückruf erwarten. Neben der Stadt Frankfurt betreut das Service Center auch die 115-Anrufe aus Offenbach.
Ein kleiner Wermutstropfen: Flatrate-Nutzer sind es gewohnt, dass die meisten Anrufe keine zusätzlichen Kosten verursachen. Bei der 115 hingegen schlägt ein Gespräch derzeit mit 7 Cent pro Minute zu Buche (aus dem Festnetz der Telekom). Die Mobilfunktarife liegen momentan zwischen 17 und 39 Cent pro Minute. Die Projektleiter rechnen jedoch mit sinkenden Kosten während des Betriebs.
Mehr Informationen zum Projekt 115 auf callcenterprofi.de:
(Fachartikel über das deutschlandweite Projekt und das neue Service-Center in Frankfurt - für Abonnenten kostenlos)
Foto: Stadt Frankfurt
Autor(en): Sarah Dreps